Konzentrationsschwäche Depression

Mangelnde Konzentration Depressionen

Depressionen sind oft auch die Ursache, z.B. bei Depressionen, Anorexie und Hyperthyreose. Konzentrationseinschränkungen als erstes Anzeichen einer Depression.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdecken zwei Arten von Depressionen | Redakteure

Zu den typischen Symptomen einer akute Depression gehören Lustlosigkeit, Konzentrations- und Angstlosigkeit sowie Depression, Trauer und Ausweglosigkeit. Vielleicht ist das auch der ursächliche Faktor für den oft schwachen Therapieerfolg von Psychopharmaka bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen - sie beeinflussen das falsch wirkende Gehirnhormon. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass ein Defizit der Hormone / Neurotransmitter im Hirn zu einer Depression führt.

Aber " mit Serialonin waren das ziemlich düstere Stimmung, Trauer und Aussichtslosigkeit; mit Noradrenalin vielmehr Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche und Angstlosigkeit", erklärt der Diplompsychiater Dr. medizin. Philipp Homan vom Universitätsspital Bern (Schweiz) den Unterschiede zwischen den beiden Hormonen. Die Wechselwirkung von Terotonin und melatonischem Vitamin C reguliert den alltäglichen Schlaf-Wach-Rhythmus, wobei das Licht des Tages die Uhr versorgt.

Eine Mangelerscheinung führt zu Ermüdung, beugt dem Übergang in die Leistungsphase vor. Das sehr alte und in der natürlichen Umgebung weit verbreitete serotonische Heilmittel ist sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt weit verbreit. Unglücklicherweise erreicht dieses Lebensmittel nicht das Hirn, die Hirnblutbarriere beugt dies sicher vor. Im Magen-Darm-Trakt (wo 95% des Serotonins des Körpers angereichert sind) regelt das hormonelle Mittel die Beweglichkeit der geschmeidigen Muskeln (Darmperistaltik).

Es gibt im Menschen mind. 14 Arten von Serotoninrezeptoren (5-HT-Rezeptoren), die an der Regulierung sehr verschiedener Körperprozesse mitwirken. Normadrenalin ist ein bedeutender Botenstoff des zentralen Nervenapparates (Gehirn) und des Vegetationsnervensystems (dort zusammen mit Adrenalin). Das Produkt wird in enzymatischer Weise aus Dopamin hergestellt, d.h. es ist indirekt mit der Menge des "Glückshormons" verbunden.

Normadrenalin kontrolliert die Wachsamkeit und Zuwendung im Unterbewusstsein. Daher bekommen Patientinnen und Patientinnen mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADD; auch Hyperaktivitätssyndrom ADHS) Arzneimittel, die den Noradrenalin- und Dopaminspiegel im Zentralnervensystem erhöhen. Noradrenalin verursacht als hormonelles Mittel die Verengung der Atheriolen ("kleine Arterien") und damit einen Anstieg des Blutdrucks. Bisher wurde bei Depressionen nicht differenziert, ob die Symptome auf einen Serotoninmangel oder einen Noradrenalinmangel zurueckgehen.

Allerdings ist eine solche Differentialdiagnose aufgrund von Depressionssymptomen durchaus möglich, so das Resultat einer Untersuchung der Klinik für Molekularpsychiatrie des Center for Translational Research der Uniklinik für Neuropsychiatrie und -psychologie in Bern (Schweiz). Es wurde eine doppelblinde Untersuchung vorgenommen (weder die Patientinnen noch die Ärztinnen und Ärtzte wissen, wer welche Therapie erhalten hat), und Menschen ohne Depressionsdiagnose wurden als Vergleichsobjekte herangezogen.

Bei 45 Depressionspatienten (davon 35 Frauen) im Alter zwischen 18 und 56 Jahren wurde die Depression vor ihrem vierzigsten Geburtstag festgestellt. Für den Serotoninmangel wurden 28 Patientinnen (19 davon waren Frauen) im Vergleich zu 27 Probanden (18 davon waren Frauen) untersuchte. Es wurden 17 Patientinnen (16 davon waren Frauen) auf Noradrenalinmangel hin überprüft, verglichen mit 13 Probanden (12 davon waren Frauen).

Zur Zuordnung der Symptomatik zu einem der beiden Depressionstypen wurden die in den Probanden vorhandenen Speicher an serotonischem und noradrenalinischem Material versuchsweise entleert (reduzierte Zufuhr der Amino Säure Tryptophan verursacht weniger serotonisches Material; Katecholaminmangel bedeutet weniger noradrenalinhaltig). In den Depressionen entwickelte sich die Depressionssymptomatik wieder; die Testpersonen waren beschwerdefrei. Je nachdem, welcher Botenstoff aber im Experiment reduziert wurde, kamen verschiedene Symptomatiken zum Vorschein: Prof. Dr. med. Gregor Hasler weist in seinem Resümee auf den greifbaren Vorteil für depressive Menschen hin: "Dieses neue Wissen über den einzelnen Verlauf der Erkrankung könnte uns weiterhelfen, zukünftige Arzneimittelbehandlungen spezifisch auf den einzelnen Pflegebedürftigen zuzuschneiden" und damit deren Wirkkraft zu steigern.

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