Legasthenie Krankenkasse

Dyslexia Krankenkasse

Es wurde vermutet, dass Saskia vielleicht Legastheniker ist, wollte aber abwarten. Die Legasthenie wird von den gesetzlichen Krankenkassen, wie bereits erwähnt, nicht als Krankheit anerkannt. Trainingstherapie ist nicht verschreibbar. Häufig wird diese Fragestellung von Trainingsteilnehmern gestellt: Bezahlt die Krankenkasse die Lehrtherapie?

Manchmal führen die berufliche Nachbarschaft zwischen Ergo-, Sprach- und Bewegungstherapie dazu, dass Heilmittelanbieter grundsätzlich mit ihren Patientinnen und Patientinnen in der Bewegungstherapie zusammenarbeiten oder im Grenzgebiet der Bewegungstherapie aktiv sind, aber ihre Leistungen als Ergo-, Sprach- oder Krankengymnastik an die Krankenkasse ausstellen. In diesem Blogbeitrag können Sie nachlesen, warum die Krankenversicherungen die Lernmethode nicht finanzieren und welche Zahler dafür in Betracht kommen.

Der " Lese- und Rechtschreibfehler ", der " vereinzelte Rechtschreibfehler " und der " arithmetische Fehler " sind im Diagnosenhandbuch ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) aufgeführt und gelten daher als amtlich-ärztliche Diagnose. Gleichwohl wird die Behandlung von Lese- und Rechtschreibschwächen und anderen vereinzelten Lernschwächen (z.B. Dyskalkulie) als nicht verschreibbares Mittel nach den geltenden Heilmittelrichtlinien angesehen (siehe S. 35 dieses PDF: https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1484/HeilM-RL_2017-05-19_bf.pdf).

LRS, Dyskalkulie und Lernschwierigkeiten dürfen daher nicht den Kassen in Rechnung gestellt werden. Jeder, der dennoch für die rezeptpflichtige Lernerfahrung Gebühren erhebt, könnte an den Gebühren festhalten oder einen Bericht über Abrechnungsbetrug einholen. Sogar Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die in einer von der Krankenkasse unterstützten psychotherapeutischen Therapie bei Kindern oder Jugendlichen mit Teilleistungsstörungen leben, dürfen diese Behandlungszeit nicht für Lese-, Rechtschreib- oder Rechenübungen aufwenden.

Stellt sich jedoch heraus, dass ein kindliches oder jugendliches Wesen an einer schwerwiegenden Lernschwäche erkrankt ist, von geistiger Beeinträchtigung und sozialer Isolierung bedroht ist oder diese bereits aufgetreten sind, kann die Lernschule auf Verlangen der Erziehungsberechtigten eine Finanzierung durch das Jugendfürsorgeamt vornehmen ( 35a SGB VIII - "Integrationshilfe für geistig zurückgebliebene minderjährige und junge Menschen"). Je nach Land und Jugendämter ist der Weg von der Bewerbung bis zur ersten vom Jugendämter finanzierten Lerntherapie-Stunde sehr verschieden, da der rechtliche Rahmenbedingungen einen Ermessensspielraum zulassen.

In der Regel ist die Lehrtherapie eine private Dienstleistung, die den Erziehungsberechtigten analog zum Privatunterricht in Rechnung stellt. Einige Erziehungsberechtigte verzichteten auf einen Asylantrag beim Jugendämter und ziehen es vor, sich selbst zu bezahlen, da ein Asylantrag mit der Bekanntgabe der Lebenssituation zusammenhängt und die Erstellung einer Datei über das Kleinkind und seine Familienangehörigen beim Jugendämter beinhaltet.

Lerntherapeutinnen und Lerntherapeutinnen, die mit dem Jugendämter zusammenarbeiten, müssen mehr Zeit für das Schreiben von Unterstützungsplänen und Gutachten sowie die Beteiligung an Roundtables vorsehen als es in der privaten Lernerziehung der Fall ist. Unter gewissen Bedingungen können die Erziehungsberechtigten die Kosten für die Lernmedizin von ihren Steuern als außerordentliche Last abziehen.

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