Lesestörung

Leserestörung

Hier können Sie alles Wichtige über die Lesestörung lesen. Nach den aktuellen Erkenntnissen kann eine Lesestörung aber auch isoliert auftreten. Bei der Lesestörung handelt es sich um eine sehr ausgeprägte Verlangsamung der Lesegeschwindigkeit.

Leselernen - Lesestörung

Lesung ist keine einzelne Leistung, sondern entsteht durch die Abstimmung einer Vielzahl unterschiedlicher Errungenschaften. Das neuronale Netzwerk, das diese Dienste vermittelt, befindet sich nicht an einer körperlich beschriebenen Stelle des Hirns, sondern ist weit über das gesamte Hirn verteilt. Die für das Auslesen notwendige Gehirnfunktion kann reduziert werden, wodurch alle anderen Funktionen beibehalten werden.

Wird einer oder mehrere dieser Vorteile reduziert, tritt eine Lesestörung oder Leseschwierigkeit auf. Die Frage, ob man von Leseschwierigkeiten oder Lesestörungen redet, ist abhängig davon, inwieweit die Leseperformance reduziert ist. Der Rückgang einer zum Ablesen erforderlichen Gehirnfunktion kann durch eine nicht optimierte Erschließung oder durch eine akquirierte Dysfunktion des betroffenen Neuronennetzes verursacht werden.

Psychologische Ursachen wie Aufmerksamkeitsminderung, Motivationsschwäche, Ängste, Abwehrkräfte und andere psychologische Störungen können aber auch dazu beitragen, dass gewisse Gehirnfunktionen nicht ausreichend genutzt werden, obwohl diese Gehirnfunktionen ganz natürlich und intakt sind. Fehlt z.B. die Lesemotivation, werden die zum Schreiben erforderlichen neurophysiologischen Netze nicht ausreichend ausgelastet.

Allerdings ließen sich diese Netze ausreichend aktivieren, wenn sie dazu motiviert wären. Sogar bei Kleinkindern mit normalerweise ausgeprägten Neuronennetzen kann eine fehlgeschlagene Lese-Strategie zu einer Beeinträchtigung der Lesefähigkeit der Kinder mitführen. Wenn es keine Entwicklungs- oder akquirierte Dysfunktion wenigstens eines der zum Ablesen erforderlichen Neuronennetze gibt, spricht man mit größerer Wahrscheinlichkeit von einer Lese-Schwäche als von einer Lesestörung.

Legasthenie: Diagnose und Behandlung von Lesestörungen

Lese- und Verstehensstörungen sind eine eingeschränkte Lesekompetenz. Sie tritt oft im Zusammenhang mit Lese- und Rechtschreibschwäche auf. Hier können Sie alles Wissenswerte über Lese- Rechtschreibschwäche nachlesen. Dyslexia ist eine Lesekrankheit. In den ersten Jahren der Schulzeit wird meist eine legasthene Erkrankung nachweisen.

Genetik scheint die Entwicklung von Leseschwierigkeiten zu fördern. Legasthenie kann auch nach einem schädelhohen Trauma oder einem Hirnschlag auftauchen. In der Regel wird sie durch eine Störung der für das Ablesen verantwortlichen Nerventrakte verursacht. Es wird zwischen einer telefonischen und einer semiantischen Legasthenie unterschieden: der telefonischen Legasthenie: Bei der telefonischen Legasthenie können individuelle Briefe (Grapheme) erkennbar sein, aber nicht zu einer Wortgestaltung zusammengefasst werden und bei der halbautomatischen Legasthenie: Menschen mit halbautomatischer Legasthenie können die Briefe zwar durchsehen, aber nicht nachvollziehen, was sie gelesen haben.

Personen mit Legasthenie können sehr schlecht und nicht fließend, aber zögerlich vorlesen. Sie schlüpfen oft in die Reihe oder tauschen die Schrift. Auch haben die Betreffenden Schwierigkeiten zu begreifen, was sie gelesen haben. Bei der Entwicklung unterscheidet man zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Legasthenie: Die Lesestörung Legasthenie kann unterschiedliche Gründe haben. Der Betreffende kann die Briefe zwar nachlesen, aber nicht zu einem Begriff zusammensetzen.

Kongenitale Legasthenie wird in der Regel in der Grundschule diagnostiziert, wenn das Kleinkind Schwierigkeiten hat, zu lernen, zu deuten. Erwerbene Legasthenie tritt viel öfter auf als kongenitale Legasthenie. Es kann auftreten, wenn die für das Ablesen verantwortliche Region des Gehirns beschädigt wurde, z.B. durch einen Hirnschlag oder einen Arbeitsunfall.

Häufig wird die akquirierte Legasthenie von Sprach- oder Rechtschreibstörungen begleitet. Steht Ihr Baby im Misstrauensverdacht, sollten Sie so schnell wie möglich einen Pädiater konsultieren. Mit zunehmender Dauer der Lesestörung kommt es zu Ängsten und anderen psychischen Problemen, die die Behandlung schwieriger machen.

Zuerst wird der Doktor mit Ihnen reden, um die wichtigsten Fakten zu erlernen. Worin manifestiert sich das Leseproblem? Hat ein anderes Mitglied der Familie bereits eine Legasthenie? Was hat sich Ihr Baby bisher geleistet (Gehen, Reden)? Ihr Kleinkind hat Rechtschreibprobleme? Leide das Baby an Geisteskrankheiten oder anderen Erkrankungen?

Die Ärztin oder der Ärztin wird Ihr Baby dann aufsuchen. Sie muss einige Erkrankungen ausklammern, die auch zu einer Lesestörung fÃ?hren können. Mit einem Seh- und Hörtest kann er beispielsweise überprüfen, ob die Leseschwäche auf eine Sehbehinderung oder einen Hörverlust zurückzuführen ist. Mit Hilfe eines Intelligenztests soll ausgeschlossen werden, dass die reduzierte Leistungsfähigkeit Ihres Kindes das Lesenlernen behindern kann.

Der Untergebene wird aufgefordert, einen kleinen Auszug aus dem Buch zu verlesen. Abhängig davon, wie gut das Kleinkind den Inhalt reproduzieren kann, kann der Befund sowohl im positiven als auch im negativen Bereich liegen. Bei Feststellung der Legasthenie sollte das gesellschaftliche Umfelds des Kleinkindes über die Lesestörung aufgeklärt werden (Lehrer, Klassenkameraden, Angehörige, Freunde). Leseprobleme setzen die betreffenden Kleinkinder oft enorm unter psychologischen Einfluss.

So mancher schämt sich für die Lesestörung, hat Angst vor dem Scheitern und zweifelt selbst. Durch den schulischen Druck kann die Leseschwäche weiter zunehmen. Reagieren die Menschen mit viel Geschlossenheit und Gespür für die Lesestörung, kann dies das Kleinkind deutlich erleichtern und eine Stigmatisierung vereiteln. Legastheniker sollten in der schulischen und außerbetrieblichen Praxis besonders ermutigt und betreut werden.

Werden die ersten Ergebnisse durch persönliche Betreuung erzielt, gewinnt das Kleinkind an Selbstvertrauen und Lesefreude. Im Falle einer vorhandenen Legasthenie kann beim Kulturministerium ein so genannter Ausgleich für Benachteiligungen beantrag. Damit sollen die Bildungsnachteile der betreffenden Kleinkinder ausgeglichen werden, indem ihre Leistung unterschiedlich beurteilt wird. So werden z.B. Leseaufgaben nicht oder besser eingestuft, um das Baby vor weiteren Beeinträchtigungen zu schützen.

Für die meisten Kleinkinder ist der Ersatz von Benachteiligungen eine Erleichterung. Je besser die Noten, umso besser sind auch die späteren Bildungschancen der Söhne. Auf der anderen Seite empfinden einige Kleinkinder das Gleichgewicht als verschlechtert, so dass ihre Motivation zum Lernen abnimmt. Eine Legasthenie wird umso früher entdeckt und therapiert, je besser die Vorhersage ist. Es ist auch notwendig, psychologische Störungen, die während der Behandlung entstehen können, professionell zu handhaben.

Bei Kindern mit Legasthenie, die z.B. unter Schulangst und Versagen gelitten haben, kann ein Psychologenbesuch hilfreich sein.

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