Liesl

Lügen

Doch was verbirgt sich hinter naturalisierten Begriffen wie "Liesl", "Misches" oder "Lager"? mw-headline" id="Leben">Leben[Bearbeiten | < Quellcode bearbeiten] Die Liesl Karlstadt (eigentlich Elisabeth Wellano; * 11. Dez. 1892 in München;

19. Dez. 1960 in Garmisch-Partenkirchen) war eine deutschsprachige soubrettierte, schauspielerische und kabarettistische Künstlerin. Zusammen mit Karl Valentin gründeten sie eines der berühmtesten deutschsprachigen Comedian-Duos des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Alter von 17 Jahren kam sie an die Münchener Volkssänger und von dort an die volkstümliche Bühne und ins Variete.

Im Jahr 1911 lernte sie Karl Valentin kennen, für den sie mit ihrem Frauentrio während seines Auftritts im "Frankfurter Hof" als soubrettierte Person auftrat. Die Comic-Talente der Saengerin spürte Valentin im kitschigen Text des Liedes, mochte die junge Kuenstlerin auch als Mann und machte sie zu seiner Stagepartnerin. Sie wählte ihren Bühnennamen "Liesl Karlstadt" zusammen mit Karl Valentin im Stil des damals sehr bekannten Münchener Gesangsverehrers Karl Maxstadt.

Als Valentinsgötze inspirierte er ihn zu einigen seiner Motive und Verspätungen. Nicht nur Partner, sondern auch Ideengeber für Gespräche und Skizzen, die den hypochondrischen exzentrischen Valentin auch psychologisch organisierten, anregten und halfen, waren Liesl Karlstadt. Wenn Karl Valentin 1934 sein ganzes Glück in ein fragwürdiges Museums-Projekt (Panoptikum) investierte und damit in Konkurs ging, dann mit Anneemarie Fischer als ihrer neuen Lebensgefährtin auftauchte, geriet sie in eine schwere Depression.

Dabei wurde deutlich, dass nicht nur die vielen Rollenveränderungen, sondern vor allem die zu starke Verbindung zu ihrem Theaterpartner, dem ehelichen Stammvater Karl Valentin, ihre ganze Kraft zu sehr belastet hatte. Mit Karl Valentin konzertierte sie im Jänner 1948 wieder auf der Münchener Kabarettbühne "Der bunten Würfel".

Liesl Karlstadt wirkte nach dem Tode von Karl Valentin (1948) auch in den Münchener Festspielen und am Wohnheimtheater mit. Am Münchener Virtuellen Markt erinnert uns ein Springbrunnen an Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Seine Bekanntheit verdankt der Bayrische Radio erst ab 1948 mit der Radiosendung Braumml G'schichten und später mit der Radiosendung Familien Brandl einer Stage.

"Der Kinofilm "Liesl Karlstadt und Karl Valentin" von Jo Burger, Produktion: BR. Karlstadt, Rolf Badenhausen: Karlstadt, Liesl. Jahrgang 11, Drocker & Demütig, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 276 f. Karl- Valentin und Liesl Karlstadt. Der Rowohlt Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-87134-304-8, Monika Dimpfl: Das ist Liesl Karlstadt (1892 bis 1960) (= MoAkzente. Vol. 3).

Ria Endres: Liesl Karlstadt and her Art of Transformation (= Ausgabe des Stadthauses. Vol. 10). Ulmer Rathaus 2010, ISBN 978-3-934727-30-4 Michaela Karl: Liesl Karlstadt. Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2358-7 Liesl Karlstadt: Sideline: Der Allitera-Verlag u. a., München u. a. 2002, ISBN 3-935877-50-1 Thomas Klein: Comedians in the early 20th century.

Adele Sandrock (= Essays in Kino und TV. Vol. 66). Coppi-Verlag, Alfeld/Leine 1999, ISBN 3-930258-65-X. Die Gunna Wendt: Liesl Karlstadt. Piper, München und andere 2000, ISBN 3-492-22981-6, Gunna Wendt: Liesl Karlstadt. Münchener Kindl und Travesty Star (= Blaue Noten. Vol. 37). Ausgabe Ebersbach, Berlin 2007, ISBN 978-3-938740-38-5 Liesl Karlstadt.

Susanne Gurschler: Liesl Karlstadt.

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