Meister Studium

Masterstudium

Genereller Hochschulzugang für Absolventen der beruflichen Weiterbildung (z.B. Meister, Techniker, technische Experten).

Übersicht über die

Wer ohne Hochschulreife lernen will, muss über eine gewisse Willenskraft und Ausdauer verfügen, um sich durch das komplexe Geflecht der Eigenheiten zu durchkämpfen. Der offene Zugang der Berufstätigen zu den Hochschulen in den Ländern wird durch das jeweilige Hochschulrecht geregelt, das in den meisten Ländern durch Einzelverordnungen ergänzend geregelt wird.

In den Vorschriften der Länder gibt es große Abweichungen in der Form der Aufnahmeverfahren und den Zulassungsbedingungen. Nichtsdestotrotz habe ich in Deutschland je nach beruflicher Ausbildung drei verschiedene Möglichkeiten, ein Studium ohne Schulabschluss zu beginnen: Daraus ergeben sich folgende vier Hauptzugangswege: Bewerber, die die Meisterschülerprüfung oder einen neben der beruflichen Ausbildung abgeschlossenen, gleichwertigen Weiterbildungsabschluss haben, können das Studium ohne spezielle Prüfung oder Aufnahmeverfahren anstreben.

An Universitäten werden Menschen einem Eignungstest unterzogen, in dem ihre Studienfähigkeit geprüft wird. Für Bewerber, die neben ihrer beruflichen Ausbildung keine Weiterbildung durchlaufen haben, ist dieses Vorgehen anwendbar. Professionell ausgebildete Bewerber werden nach erfolgreichem Abschluss eines Studienabschnitts, der in der Praxis zwei bis vier Halbjahre umfasst, in den Studiengang aufgenommen. Erfahrene Berufstätige erlangen die allgemeinbildende Hochschulzugangsberechtigung oder die fachhochschulische Zugangsberechtigung durch eine spezielle Fachprüfung.

Ein wichtiger Impulsgeber im Jahr 2009 war der Beschluß der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK; näheres dazu finden Sie unter dem Punkt oben links auf dieser Seite), der es ermöglichte, in ganz Deutschland ohne allgemeinbildende Hochschulzugangsberechtigung oder fachhochschulische Hochschulzugangsberechtigung zu studieren. Zusammenfassend hat die Implementierung der KMK-Empfehlungen zu einer stetig steigenden Bedarf an einem bundesweiten Zulassungsverfahren ohne Hochschulabschluss beigetragen.

Es ist noch verhältnismäßig unklar, welche Berufsabschlüsse als dem Master-Abschluss vergleichbar hoch qualifiziert und der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung gleichgestellt werden sollen. Nach den Rahmenanforderungen der KMK sind die folgenden hoch qualifizierten Berufsabschlüsse der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung gleichzustellen: Meister im Handwerksberuf nach den 45, 51a und 122 der HwO; Inhaber von Weiterbildungsabschlüssen, für die nach den 53, 54 des BBiG und 42, 42a der HwO Prüfungsordnungen gelten, sofern die Kurse eine Mindestdauer von 400 Lehrstunden haben; Inhaber von vergleichbaren Abschlüssen im Sinn des nach dem Seemannsgesetz (staatliche Befähigungsnachweise für nautische oder technische Schifffahrt);

Absolventen von Fachhochschulen nach den "Rahmenverträgen über Fachschulen" der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der derzeit gültigen Version; Inhaber von vergleichbaren landesrechtlichen Ausbildungsordnungen für Berufe im Gesundheitssystem und im Sozialbereich und in sozialpädagogischen Berufen. Zu diesem Thema haben die Länder in der Regelfall Einzelverordnungen herausgegeben, so dass sich Interessenten ohne allgemeinbildende Hochschulzugangsberechtigung oder fachhochschulische Hochschulzugangsberechtigung über die jeweiligen Voraussetzungen genau erkundigen müssen.

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