Pechbrenner

Neigungsbrenner

Mit seiner Familie zieht ein einfacher Pitch-Brenner in ein Waldgebiet, um der Pest zu entkommen. mw-headline" id="Inhalt">Inhalt[Edit | Edit source text] Der Granit ist eine Geschichte von Adalbert Stifter aus der Kollektion Bunten Steine aus dem Jahr 1853. Die Geschichte von der erfolglosen Entflohung einer Familie von Unglücksbrennern und der Befreiung von zwei Kindern während eines Marsches wird durch den Grossvater der Protagonistin berichtet. Sie ist die revidierte Version der 1848er Geschichte Die Pechbrenner. Die Erzählerin denkt an ein Kindheitserlebnis im tschechischen Hochland, dem Heimatort von Stifter: Ein treibender Pechvogel schmierte seine Füße mit Wagenfett.

So wollte ein Pechvogel mit seiner Gastfamilie der herannahenden Plage entfliehen und flüchtete in die dichten Förster. Aber es hat nichts gebracht und die ganze Gastfamilie ist gestorben, nur der kleine Junge vom Pechbrenner ist noch am Leben. So viel zur Geschichte des Grossvaters. Auch wenn die Geschichte verhältnismäßig kurz ist (60 S. in der ersten Ausgabe von 1853),[2] nutzt der Verfasser mehrere Zeitebenen: die äussere Framing-Plot, die sich in der heutigen Zeit befindet, die äussere Framing-Plot zur Zeit der Kinderzeit des Berichterstatters und die äussere Narrative des Grossvaters.

Mit dieser Geschichte beschreibt er wie viele andere den Böhmerwald, die Geburtsstadt seiner Zeit. Darüber hinaus gibt er Auskunft über die soziale Lage Südböhmens im 18. und 19. Jh., ähnlich wie bei einem Zeitroman. Addalbert Stifter: Farbenfrohe Naturstein.

Book: Admiral Stifter: Die Pechbrenner

Schon als kleiner Knabe setzte ich mich auf den großen quadratischen Felsen, der auf unserer Allee neben der Eingangstür liegt. Das Gestein, auf dem ich so gern sitze, und auf dem ich mich gelegentlich am Abend, wenn ich in meinem Bett schlafen musste, auch kleine Jungen und Mädels gern sitze und singe, hatte wahrscheinlich etwas Rauheit und ungleichmäßige Schnitzereien an den Seiten, war aber so geschmeidig wie eine edle Kunstglasur auf der Oberseite der vielen Plätze.

So wie einige alte Menschen, die vor vielen, vielen Jahren aus unserem Heim starben und auf dem Friedhof schliefen, als Jungen auf dem Stein saßen, wie ich. Da unser und einige andere Häuser außerhalb des Dorfes sehr freizügig lagen, war es möglich, sich vom Stein aus weit und breit umzusehen, was vielleicht der Grund dafür war, dass ich so gern auf ihm sa?

Er mochte es, etwas zu rufen, als er sich unseren Häusern näherte, aber ich habe es nie verstanden. Danach ging er zu unserer gegenüberliegenden Allee, dann abgelenkt, ganz hierher geschoben und mit seinen Wagen nicht weit von unseren Fahrbahnsteinen entfernt angehalten. Während dieses Prozesses war ich immer anwesend; denn auch wenn ich nicht auf dem Stein gesessen habe, als der Mann kam, habe ich sein Weinen gehört, so wie die anderen, oder die Nachbarinnen mit ihren Gefässen kommen sehen, und war daher sicherlich mehr auf der Allee und auf meinem Stein, bevor er voll drückte und mit seinem Fass festhielt.

Wer mit dem Titel A,'Die Pechbrenner' in Berührung kommt, denke beinahe reflexiv an den Hochwald, das Literaturstück, das für seine elektromagnetische Darstellung des Böhmerwaldes bekannt (und für viele auch berüchtigt) wurde, natürlich kommen einem auch die'Bunten Steine' in den Sinn, und vor allem "Bergkristall", seine wohl beliebteste Geschichte, die als Vorbild für mehr oder weniger gefühlvolle Spielfilme dienen muss, und natürlich das Vorwort, in dem Stillter sein "Soft Law" entwickelt hat, ein sowohl literaturwissenschaftliches als auch ethisches Pflichtprogramm, das ich in dem unglücklicherweise wenig verbreiteten bereits kenne,

Nur wenige Menschen sind mit dieser spannenden (und damit spannenden), konfliktgeladenen und nicht vor dem Gründer zurückschreckenden Thematik vertraut, und nicht nur Lehrergenerationen sind dafür verantwortlich, da sie ein extremes, einseitiges Gesamtbild vermitteln, sondern auch eine (germanistische) Aufnahme, die es sich sehr leicht machte und in ihrer Anlayse genau jene Textpassagen ignorierte (oder auch wert schmälerte ), die zur Vervollständigung eines allzu schönen Bildes vom Gründer beisteuern könnten: die so genannten "Journal-Versionen".

Man könnte jedoch davon ausgehen, dass die "Zeitschriftenversionen" die "entschärften" Fassungen sind, die für ein breiteres (und vor allem weibliches) Leserkreis geschrieben wurden, und dass die Buchversionen die "eckigen" Fassungen sind, die sich an eine gute Leserzielgruppe richten, für Stifters ist es aber aus einem ganz konkreten Anlaß das genaue Gegenteil: Die Buchversionen dagegen werden von dem Moralisten beherrscht, der lehren und verbessern will, und, wie Stifter in Schreiben an seinen Herausgeber Gustav Heckenast, an die Kleinen bzw. die Kleinen erklärt.

Das betrifft insbesondere "Granit", die erste Geschichte aus der "Bunten Steinen", und ihre "Zeitschriftenversion" "Die Pechbrenner", die nun zum ersten Mal (!) in Form von Büchern auftritt. Die Pechbrenner ", 1847 verfasst (d.h. in großer Nachbarschaft zu Zuversicht) und 1848 in einer Paperback-Ausgabe veröffentlicht, versetzt Menschen in eine Sondersituation, wie es bei Bleistift so oft der Fall ist, in der sie nur heranreifen oder brechen können.

Es ist ein 13-jähriger Knabe, der zum Zeitpunkt der Seuche von seinem väterlichen, unglücklichen Brenner, auf einem Hochplateau inmitten des Waldes bestraft wird, weil er den Hilfsbedürftigen Unterkünfte und Nahrung gegeben hat, so dass die Gefährdung der ganzen Gastfamilie eintritt. Mehrere Tage und Nächte verbrachte der Knabe in Angst vor dem Tod auf dem verlassenen Fels, und wie Stillter diese Exposition in die Literatur übersetzt und in den Mittelpunkt der Geschichte rückt, ist nicht nur meisterlich, sondern verweist auch auf eine literaturwissenschaftliche und philosopho ische Strömungen, die erst hundert Jahre später zum Vorschein kommen werden: den Existenzialismus.

Doch trotz des Happy Ends verbleibt der Anschein von Verlorensein, das Drama geht bis zum Ende der Handlung weiter, denn Stifters ist es gelungen, die Handlung geschickt mit einer Rahmengeschichte zu verbinden und sie immer wieder zu durchbrechen. Auch das " Ding-Symbol ", eine von Gebern oft verwendete Methodik, leistet dazu einen Beitrag: Hier ist es der Stein, der auch im Rahmenplan eine Bedeutung hat und so die beiden Literaturebenen untereinander verknüpft.

Granit' ist ganz anders: Hier verfällt der Granitstein zu einem funktionsunfähigen Gegenstand in der Umgebung, das existenzialistische Schauspiel mit einer fröhlichen Note wird zu einer vom Tode bedrohten, aber noch intakten Idyll, wie wir es aus vielen anderen Geschichten von Stilers wissen. Kein offensichtliches Durchdringen von Rahmen und innerer Handlung, kein Herausfinden aus der Menschenpsyche - hier treffen wir auf den "gereinigten" Gründer.

Hoffentlich wird es mit dieser Arbeit gelingen, die Aufmerksamkeit auf den etwas anderen Gründer zu richten.

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