Pflanzensammler

Anlagensammler

Zahllose Hobbygärtner sammeln wertvolle und seltene Pflanzen. Darunter: "Pflanzensammler und ihre Leidenschaft" von Helga Panten. mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Jäger oder Pflanzensammler waren Entdecker, die Zier- und Nutzgewächse aus Amerika, Asien und Australien nach Europa gebracht haben, insbesondere im XVII., XVIII. und XX.

Jahrhunder. Hier wurden die Anlagen in Botanikgärten kultiviert und untersucht und finden oft ihren Weg in die lokalen Ziergärten. Jh. v. Chr. in das Gebiet von Punt, von wo aus Räucherstäbchen in Topfpflanzen gebracht wurden, wird als erste gemeinsame Reise für den Import von exotischen Gewächsen angesehen.

Aus dem Morgenland nach Europa gelangten im späten Mittelalter unter anderem Rosskastanien und Tulpen, die in den 1630er Jahren in den Niederlanden das so genannte Hühnerfieber auslösten. Vor allem die koloniale Macht England hat im Laufe des achtzehnten Jahrhunderts Flora und Fauna gesammelt und den Kew Garten zu einem Forschergarten ausgebaut. Josef Banks hingegen machte sich als Veranstalter von Werks-Expeditionen selbständig und entsandte Francis Masson nach Südafrika, von wo er 50 unterschiedliche Pelargonien brachte, Archibald Menzies schulden wir der chilenischen Araukaria (Araucaria araucana).

Jeannie-Jacques Rousseau hat der kleinen Tocher eines Freundes zehn Pflanzenbriefe geschrieben, in denen er die Grundzüge des Sammelns und der Herbarisierung von Nutzpflanzen aufzeigt. Im Jahr 1787 erscheint zum ersten Mal das Curtis' Botanical Magazine, das sich ausschliesslich mit Exoten und ihren abenteuerlichen Ursprüngen beschäftigt. Jahrhunderts wurden die Pflanzensammler immer professioneller und die Erforschung von neuen Arten wurde kommerziell.

Nur wenige der eingesammelten Exemplare sind lebendig angekommen, manchmal nur eine von tausend. Im Inneren des Glastanks befand sich ein abgeschlossener Wasserlauf, so dass es nun möglich war, sensiblere Arten wie Farne oder Orchideen zu befördern, die sich bald zu einer Haupttätigkeit der Pflanzenjagd entwickelten. Darin beschrieben er eine Vielzahl japanischer Pflanzenspezies, darunter mehrere Hydrangeas.

In England weckte Joseph Dalton Hooker (1817-1911) nach dem Sammeln im Raum Tarjiling die Begeisterung für Rhododendron. In Mexiko war er tätig und hat unter anderem eine Dame der Nachtschicht in den Darmstädter Pflanzengarten geschickt, der dort bis heute erhalten ist. Bald vertrieben die Chinesen die amerikanische Pflanzenwelt aus unseren Gartenanlagen, denn im Unterschied zu ihnen waren die Asiaten widerstandsfähig.

Ein Teil der deutschsprachigen Pflanzensammler wie Carl Ludwig Blume, Ferdinand von Müller, Friedrich Welwitsch oder Berthold Carl Seemann trat in den Dienst mehrerer kolonialer Mächte Europas. In Berlin wurde erst 1891 das Botanisches Zentrum für Kolonien gegründet, das sich mit der wissenschaftlichen Erforschung von afrikanischen Kräutern beschäftigt. Letzteres hat sich vor allem der Flora Australiens verschrieben. Es ging nicht so sehr um die Wiederherstellung von Spezies, sondern um die Wiederherstellung von Gewächsen, die in den pflanzlichen Beständen schlafen, die nie auf ihre kulturellen Eigenschaften hin untersucht worden waren.

Begrüßungsjäger Kej Hilscher & Renate Hücking: Pflanzensammler. Erleben Sie die Pflanzenjagd. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung im Frankfurter Stadtpalmengarten, 2001, ISBN 3-931621-11-1 Toby Musgrave, Chris Gardner, Will Musgrave: Pflanzensammler und -entdecker. Christlicher Verlag, München 1999, ISBN 3-88472-377-4 Tyler Whittle: Pflanzensammler.

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