Pillenhersteller

Tablettenhersteller

Die Cherokees richten sich an Pillenhersteller - Wirtschaftlichkeit Ländliches, ökonomisch geschwächtes Amerika ist von der Arzneimittelepidemie stärker in Mitleidenschaft gezogen als der restliche Teil des Staates - und ist damit überlastet. Über 30 Staaten, Landkreise und Großstädte ergreifen daher Maßnahmen gegen die Produzenten und Vertreiber von suchterzeugenden Schmerzmitteln. Vorbild dafür ist die Gruppenklage gegen die tabakverarbeitende Industrie vor 20 Jahren, die den USA mehr als 200 Mrd. USD als Entschädigung für die Gesundheitskosten der Nikotinabhängigkeit eingebracht hat.

Auch die indischen Völker im spärlich bevölkerten Süd- und Südwesten Thailands sind schwer getroffen. Die Cherokee, der größte Volksstamm, war der erste, der sich der Welle von Staatsklagen anschloss. Neben den Produzenten wollen sie vor allem die Opioidverteiler zur Verantwortung ziehen. Für sie ist es wichtig, dass die Opioidverteiler zur Verantwortung gezogen werden. Danach hatten Drogeriemarktketten wie CVS und Walgreens, aber auch der Großhändler mit dem Namen Waldhof, weit mehr Tabletten an die 350.000 Mitglieder des Volksstammes verteilt als notwendig.

Dies hätte aber gegen die rechtliche Verpflichtung verstoßen, süchtig machende Schmerzpräparate besonders sorgfältig zu handhaben und das Wohl der Patientinnen im Blick zu haben. Kaum ein Bundesland klagt über mehr Drogenmorde als der ökonomisch abgeschwächte Zustand in den Anrainern. In einer Studie der Charleston Gazette Mail wurde festgestellt, dass zwischen 2007 und 2012 von Herstellern und Vertreibern von Schmerzmitteln mehr als 780 Mio. Opioidpillen auf einen Gesamtmarkt von nur 1,8 Mio. Menschen geschmissen wurden.

In zwei Jahren kaufte das kleine Dörfchen neun Mio. Hydrocode-Pillen von Händlern außerhalb des Bundesstaates, hauptsächlich aus Florida. Sie leugnen, dass sie für den Missbrauch der Pillen haftbar gemacht werden. Die Autoren behaupten, dass schmerzstillende Mittel bei richtiger Verabreichung nicht süchtig machen und dass sie in vielen FÃ?llen die einzig gangbare Medizin bei chronischen Schmerzzuständen sind.

In diesem Jahr bezahlte Inys Therapeutics dem Bundesstaat Illinois eine Entschädigung in Höhe von 4,45 Mio. US-Dollar für die unsachgemäße Vermarktung einer Schmerztablette mit dem besonders süchtig machenden Wirkstoff Fentanyl. Die Gesundheitsbehörde beschuldigt die Industrie und die Ärzte, zu lange und in zu hoher Dosierung Opiate verschrieben zu haben. Der Nachlaufaufwand für die Versicherung wird auf 78,5 Mrd. USD pro Jahr geschätz.

"Obgleich alles darauf hindeutet, dass diese Schmerzmedikamente abhängig machen, haben sie ihre Verantwortlichkeiten grobfahrlässig vernachlässigt. "Ohio bezieht sich, wie alle anderen Staaten, auf eine Landkarte des Disease and Epidemic Center der US-Regierung. Daraus geht hervor, dass die Branche in mehr als einem knappen Jahrzehnt mehr Opioid-Rezepte erlassen hat, als es Einwohner gibt. Sie werden von der Arzneimittelzulassungsbehörde geprüft und unterworfen.

Pharmazeutische Industrie und Handel wollen sich daher mit dem Hinweis auf die Bundesregierung ihrer Eigenverantwortung entziehen. Der starke Anstieg des Konsums zeigt die schwere gesellschaftliche Krisensituation des Staates.

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