Privatschule oder Staatliche Schule

Eine Privatschule oder eine staatliche Schule

Ist eine Privatschule besser als eine staatliche Schule? Bereits jeder elftbeste Student in Deutschland geht auf eine Privatschule. Im Gespräch mit der dpa erläutert der Dozent Prof. Heiner Barz, ob die pädagogischen Konzepte an privaten schulischen Einrichtungen besser sind als an öffentlichen schulischen Einrichtungen und ob private schulische Einrichtungen nur für den Pädagogen und Erziehungswissenschaftler Heiner BarzSchüler mit einem reichen Familienhintergrund geeignet sind.

Im Jahr 2012 präsentierte er die Resultate einer Untersuchung über die Qualität des Unterrichts, das Unterrichtsklima und die Freude am Lernen im Verhältnis zwischen Waldorf- und Montessorischulen und Staatsschulen. Liegt der Grund für den Zustrom in private Schulklassen vor allem in der mangelnden Zufriedenheit vieler Familien mit den gesetzlichen Schulformen? Heinz Barz: Ein Teil der Realität ist die Suche nach Möglichkeiten, wenn ein Elternteil die Gewissheit hat, dass die staatliche Schule aufgrund der Schulprobleme seiner Schüler wichtige Dinge nicht beachtet.

Die andere Seite der Realität ist, dass es eine ganze Anzahl von referenzpädagogischen Schulartenkonzepten gibt, die auf großes Interresse stößt. Welches Schulkonzept meinen Sie? Selbstbestimmtes, individuelles und eigenständiges Erlernen zum Beispiel in den Montgesschulen oder die spezielle Forcierung der Persönlichkeitsbildung durch das Kunsthandwerk in den waldorfschulischen Bereichen. Die Mehrheit sind kirchlich geförderte und vor allem katholische Kirchen.

Ein spezielles Bekenntnis zu den Kindern im Hinblick auf ihre gesellschaftliche und persönliche Weiterentwicklung ist ebenfalls Teil des Schulprofils. Ist eine Privatschule eine pädagogische Überlegenheit? Du musst aufpassen, denn es gibt auch viele ausgezeichnete Lehrkräfte an öffentlichen Hochschulen. Lehrkräfte an privaten Bildungseinrichtungen haben jedoch oft mehr kreative Freiheit bei der Umsetzung kinderzentrierter statt lehrplanbasierter Erziehung.

Daher gehen einige Lehrkräfte an die Waldorf- oder Montessori-Schulen, obwohl sie weniger Geld bekommen als die Staatslehrer dort. Loser ist die Ausrichtung an den vom Land vorgeschriebenen Curricula. Nicht für jedes Jahr ist es notwendig, einen engmaschigen Korpus zu führen. Das Arbeitspensum müssen die Jugendlichen erst mit dem Schulabschluss in den Jahrgangsstufen 12 und 13 gemeinsam bewältigen.

Trotz der gemachten Abstecher sind die Jugendlichen in ihren Fähigkeiten und Kenntnissen, die sie im Reifezeugnis unter Beweis stellen müssen, auf dem selben Stand und teilweise sogar über dem der Jugendlichen an den Staatsschulen. Der Vergleich von Abiturdurchschnitten in Hamburg oder Frankfurt zum Beispiel zeigt, dass es dort immer den ersten Rang der Waldorfschule gibt.

Zwar liegt der Fokus nicht in erster Linie auf der Leistungsfähigkeit, sondern auf einer ganzheitlichen und kinderfreundlichen sowie altersgerechten Unterstützung, aber die Lernergebnisse sind oft gut oder teilweise besser als an öffentlichen Waldorfschulen. Darüber reden Bildkritiker, wenn Studenten erst bei der nÃ??chsten PrÃ?fung oder bei der anschlieÃ?enden Belastungsarbeit und aus strategischer Sicht erfahren, dann das Material reproduzieren und dann rasch wieder vernachlÃ?ssigen.

Darf sich jemand eine Privatschule aussuchen? Die meisten unabhängigen Waldorfschulen sind keine elitären Waldorfschulen. Privatschulen werden häufiger von Kindern aus pädagogisch orientierten Elternhäusern besucht. Diejenigen, die sich keine Sorgen um die Ausbildung machen, werden nicht auf die Idee kommen, ihr eigenes Baby auf eine andere Schule als die um die Ecke mitzunehmen.

Ältere Gerichtsentscheidungen von Bundes- und Landgerichten, die ein monatliches Schuldgeld von 100.120 EUR für gerechtfertigt erachten. Der Grundgesetzgeber sieht vor, dass private Bildungseinrichtungen eine "Spezialisierung der Kinder nach dem Eigentum ihrer Eltern" nicht fördern dürfen. Private Bildungseinrichtungen verbinden in der Regelfall die Schulgeldhöhe mit dem Einkommen der Väter.

Manche bezahlen signifikant weniger oder gar nichts. Fördert der Bund auch private Schulen in Deutschland? Obwohl der Bund für jeden nicht zur staatlichen Schule gehenden Schulabgänger 5.000 bis 100.000 EUR pro Jahr spart, gibt er nur einen Teil dieses Betrages als Subvention an die Privatschulbehörden weiter. Es wird befürchtet, dass die wachsende Zahl von Privatstipendien zu einer zweistufigen Gesellschaft im Bildungsbereich führen wird.

Der Anteil der unabhängigen Schulformen nimmt weiter zu, ja. An Privatschulen werden mehr erprobt und neue Dinge erschlossen, die später allen zugute kommen. Die reformpädagogischen Fachschulen waren die ersten, die die Ganztagsbildung eingeführt, den Schulabschluss aufgehoben, mit dem Lernen von Projekten oder der freien Arbeit begonnen haben. Das, was hier seit langem praktiziert wird, wird jedoch allmählich von öffentlichen Hochschulen mitgenommen.

Dies ist auch Teil der Mission der unabhängigen Lehranstalten.

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