Pubertät Jungs Schule

Knabenschule für Jungen

durchschnittlich zehn oder elf Jahre alt, mit Jungen ein bis zwei Jahre später. Es öffnet sich wieder die Tür, zwei Jungen stolpern herein. In der Pubertät lernen: Zwischen Trägheit und Lernbereitschaft - Schule - Berlin

Die jugendliche Lehrerin läßt ihre jugendlichen Kinder auf die Tabellen des Unterrichts klettern. Laut einer bremischen Untersuchung sind mehr als 40 Prozentpunkte der 12- bis 17-Jährigen immer wieder depressiv und fahren nicht mehr. In der Pubertät verschiebt sich der Schlaf-Wach-Rhythmus um ein bis zwei Std., so dass es biologisch bedingte Ursachen gibt, warum Jugendliche am Abend nicht ins Lager kommen und am frühen Morgen nicht raus.

Doch auch eine gut erholte Pubertät ist für die Lehrkräfte eine große Herausforderung. Sie haben auch mit der physischen Weiterentwicklung der Kinder zu tun. Tatsache ist: Die Wandlungen in der Pubertät, diese "Entwicklungsphase junger Menschen, die zur sexuellen Reife führt" (Duden), stellen sicher, dass die Lernteams teilweise sehr unterschiedlich sind:

"Die physischen Differenzen zwischen den Klassenmitgliedern sind nie so groß wie zwischen elf und sechzehn Jahren", sagt der Pädiater Remo Largo in dem gleichnamigen Büchlein "Jugendjahre. Kindern durch die Pubertät", die er mit der Pubertäterin und Filmerin Monika Czernin schrieb. Die Tatsache, dass Sexualhormone in der Pubertät den Organismus ändern, dass die Kleinen mehr oder weniger rasch spritzen, dass die MÃ??dchen feminine Kurven erhalten und die Kadetten spröde werden und schlieÃ?lich tiefsinnige Rufe, ist nicht zu unterschätzen.

Junge Menschen erlernen daher nahezu ausschliesslich durch Entlohnung, nicht durch Strafe, sagt ein Wissenschaftler um Stefan Palminteri vom University Institute in London. "â??Die Resultate deuten darauf hin, dass junge Menschen mehr von positiven als negativen Feedbacks zur Verbesserung ihres Verhaltens nÃ??tzen könntenâ??, schlieÃ?en die Autoren. Selbst wenn sie sich nicht so sehr zeigen lässt wie kleine Mädchen, können Fehlschläge sie sehr abschrecken.

Die Langzeitstudie AIDA (Adaption in der Adoleszenz) hat gezeigt, dass Frauen und Männer an sehr unterschiedlichen Stellen nach der Ursache dafür suchen: Für die Studie haben im Laufe der Jahre aus mehr als 100 Grundschulen in Berlin junge Menschen Fragebögen ausgefüllt. Sie tendierten dazu, sich selbst als "dumm" zu betrachten, die Jungs beschuldigten die Lehrer mehr, als ihre Leistung einbrach.

Deshalb bittet der Pädagoge Günther Opp aus Halle in seinem Werk "Kinder machen Schule ", dieses Anliegen für eine "positive Peerkultur" zu nützen. Im Gegensatz zu kleineren Kindern geben junge Menschen ihre Energie nicht mehr in die Schule, weil sie ihren lieben und verehrten Pädagogen Freude bereiten wollen. "â??Die SchÃ?lerinnen und SchÃ?ler erkennen die Meister nicht mehr durch die pinke, emotional abhÃ?ngige Brilleâ??, sagt Largo.

Die Studie AIDA belegt, dass knapp 80 Prozentpunkte der jungen Menschen der Feststellung "Meine Erziehungsberechtigten wollen, dass ich sehr gute Leistungen nach Haus bringe" zustimmen. Nur etwa zehn Prozentpunkte der Studierenden in dieser Altersklasse haben gute bis sehr gute Leistungen. Wird die Schule in dieser Phase des Lebens zur Aufgabe für alle Betroffenen - bedeutet das nicht eine tiefgreifende "Entziehung" der Mittelschule, wie es der Lehrer Gabriele H ernut von Hendig vor einigen Dekaden gefordert hat?

Von der Schule, ins "echte Leben"? Remo Largo fordert auch eine stärkere Integration von Praxisprojekten in den Unterricht: "Junge Menschen wollen Fähigkeiten erwerben, die sie im realen Alltag anwenden können. Darüber hinaus können auch Lehrkräfte als junge Menschen gemocht werden - wenn sie technisch und menschenbezogen sind.

Largo betrachtet es als das größte Hindernis, wenn sich junge Menschen über einen längeren Zeitraum über- oder unterschätzt sehen. Davon glaubt der Erfinder und Erfinder Ralph Dawirs aus Erlangen: "Die Pubertät ist der Vorläufer für zukunftsorientierte Neuerungen. "Der Kinderarzt Remo Largo empfiehlt daher: "Wir als Erwachsene sollten für den bedeutenden gesellschaftlichen Wertbeitrag junger Menschen durch ihre Schaffenskraft und ihr Innovationspotenzial danken, und wir sollten die Nachteile der Pubertät wie Unordnung und riskantes Verhalten akzeptieren.

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