Pubertät und Schule Lehrer

Lehrer in Pubertät und Schule

Die pubertierenden Unterrichtsräume Für viele junge Menschen ist es schwierig, mit sich selbst fertig zu werden - und noch weniger mit der Schule. Andernfalls bedroht die Katastrophe: verärgerte Lehrer, verzweifelte Kinder, verzweifelte Kinder, verängstigte Väter. Die ungewöhnlichen Unterrichtsstunden an der Waldau Open School in Kassel sollen die Kinder lebenstauglich machen. Klettern soll den jungen Menschen Unterstützung bieten, wenn viele aus dem Takt kommen und einige komplett abstürzen: in der Pubertät.

Dies ist ein Beispiel unter vielen anderen, mit dem die modernen Schulsysteme junge Menschen auffangen wollen, wenn sie zu entkommen drohen. Das ist ein Beispiel dafür. Für viele Schüler ist der erste Tag der Schule das beeindruckendste Ereignis, die Abschlussprüfung wird von vielen Menschen als die schwerste Herausforderung angesehen. Viele junge Menschen sind mehr um sich selbst und ihre Altersgenossen besorgt als um Schule, Studium oder Leistung", sagt der Düsseldorfer Schülerpsychologe Stefan Drewes, Leiter der Abteilung für schulpsychologische Betreuung im psycholog... (siehe Interviews auf S. 95).

Tägliche Streitigkeiten führen rasch zu einem großen Krieg von Positionen, die nur Versager kennen: verärgerte Lehrer, verzweifelte Kinder, verzweifelte Väter. In der Vergangenheit gab es zwar schon einmal Streitigkeiten, aber heute müssen junge Menschen mit einer geänderten Lebenswelt und einem geänderten Schulsystem auskommen. Der wirtschaftliche Abschwung schafft große Unsicherheit, die Studenten haben Angst vor der Zukunft.

Außerdem bieten die Schulsysteme den Schülern weniger Freiheit, da sie nach 12 Jahren und nicht nach 13 Jahren ihren Abschluss machen sollen. "Die Kluft zwischen dem immer weiter zunehmenden Performancedruck und dem zunehmenden Perspektivmangel in der Schule hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter vergrößert", sagte Sozialpsycholog Rolf Pohl, als die Fachzeitschrift "Emma" versuchte, herauszufinden, "was Maskulinität heute bedeutet".

Die Hannoveraner Professorin erklärte: "In der Pubertät gibt es auch eine große Kluft zwischen echter Kleingeistigkeit und Größenfantasien von Macht, Kraft und Gewalttätigkeit als Ausgleich für Schwächen, die man sich selbst nicht eingestehen will. Gerade junge Menschen in der Pubertät bräuchten ein Verständnis für den eigenen Lebensweg, sagte die damals zuständige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) im MÃ??rz 2009 in einer laufenden Sitzung des Bundestages: "Wir müssen die Welt, in der sie leben, besser verstehen".

Selbstverständlich hat ein Wutanfall mehr als eine Sache, und natürlich haben nicht alle Gründe mit der Pubertät zu tun. Doch: Ein solcher extremer Fall zeigt, dass jungen Menschen in dieser Phase des Lebens kaum genug Beachtung geschenkt werden kann. Wer als Lehrer hartnäckig das Thema aufgreifen will, wird spaetestens in der Pubertät versagen - und die jungen Leute werden mit ihnen versagen.

Da Schule und Pubertät kaum wirklich zueinander passen, hat der Sozialpädagoge Hartmut von Hentig eine ebenso simple wie tiefgreifende Problemlösung vorgelegt. Mit dem normalen Unterrichtsbetrieb will er sich nicht mehr auf die Pubert-Rente einlassen. Der Autor schildert in seinem Werk "Bewährung" seine Vorstellung vom "Entschulung" der mittleren Stufe der allgemeinen Schule (Altersgruppen 13, 14 und 15 Jahre)".

In zwei Jahren sollen die Schülerinnen und Schüler Praxiserfahrungen gesammelt werden, zum Beispiel im Handwerk, in der Viehzucht, in Orchester und Chöre, im Bereich des Sports, in der Denkmalpflege oder im Zoo. Es sei möglich, dass die Pubertät "durch die abenteuerlichen Ereignisse der untrainierten Schule verkürzt werden könne - oder dass die Intensität ihrer delikatesten Ausprägungen früher ebbt", glaubt er.

Die Tatsache, dass er in letzter Zeit massiver in die Rezension eingestiegen ist, weil sein Lebenspartner Gerold Becker mehrere Pupillen an der Ost-Waldschule mißbraucht hat und Henry ihn in den Schutze genommen hat, hat an ihnen nichts geändert.

Die Modellierung einer umfassenden Schulauszeit ist bisher pure Theorien, denn Jugendliche können sich nach Belieben auflehnen. Im schlimmsten Fall agieren die Lehrer klassisch und offerieren exakt zwei Auswege aus der Pubertätsfalle: Hinsetzen oder "Abschulen", wie Fachleute den Übergang zu einem niedrigeren Schultyp ausdrücken. So will die Waldau der Offenen Schule, einer integrierten Gymnasialschule, nicht nur etwas Neuartiges gewagt haben, sondern es muss.

"Ist der Pupille geschwächt, dann liegt er mit uns im Unrecht - solche Vorstellungen gibt es bei uns nicht", sagt die Direktorin Barbara Buchfeld. "Julian aus der 10. Schulklasse setzt sich in das Stehbistro der Oberstufenzimmer und sagt uns offen, was er bereits alles durchlebt hat.

Julian weiß das alles aus dem schulischen Alltag - von einem High School in Kassel. Ab der 7. Schulstufe wechselt er von dort in die Freie Schule Waldau. "An der anderen Schule hatte ich schwache Schulnoten und ich hatte wirklich keine Lust mehr, Schule zu besuchen", sagt die 16-Jährige. Niemand an der anderen Schule hat dir zugehört, wir hatten in zwei Jahren 26 Lehrerwechsel", sagt Julian.

In seiner neuen Schule unterstützten sich die beiden Schulkinder untereinander, Julian beteiligte sich am Sozialprojekt "Social Engagement" und half unter anderem den Fünft- oder Sechstklässlern bei der Hausaufgabe. Die Schule stellt auch eine Sozialpädagogin ein. "Wir riskieren also nicht, dass sich die Pupillen nur auf ihre äußeren Auswirkungen beschränken, und all das Ballenpressen und Vorstellen entfällt.

"Groß denkt, dass "das Allerwichtigste ist, dass sich die Studenten mit der Schule verbinden, dann kann nicht viel schief gehen". Nur wenige Waldorfschulen haben einen Sozialleiter, zwei von ihnen noch weniger. So lange sich das nicht ändern sollte, könnte eines helfen: die bestehenden Ressourcen besser zu nutzen, indem den Schülern mehr Freiheit gegeben wird und sie in die Lage versetzt werden, Schwachstellen besser zu erkennen.

In mehreren Bundesländern werden seit mehreren Jahren "unabhängige Schulen" getestet, in denen die Führer mehr und die Autoritäten weniger zu Wort kommen. Dadurch können die Schulklassen rascher handeln. Sie ist ein kleiner Fortschritt in einer großen Entfaltung, deren Ende noch nicht absehbar ist: von einem System der Einheit, in dem sich der/die SchülerIn unterwerfen muss oder anderweitig nach unten weitergegeben wird, bis hin zu einer eigenständigen und auf den/die einzelne SchülerIn ausgerichteten Schulpädagogik.

Die Schule soll unabhängiger und der Unterrichtsbetrieb individuell werden, dann ist die Schule auch besser vorbereitet, wenn die Kinder schlagartig mutieren: von einer guten fünften Klasse zu einem Mittelschüler, dem man nichts mehr erzählen kann. "â??Das Hauptproblem ist, dass die Lehrer in einem erwachsenen Kontinuum wohnen, wÃ?hrend die SchÃ?ler wechselnâ??, sagt der Berner PÃ?dagoge Volker Ladenthin.

"Es gibt viele Lehrer, die ihre Einstellungen und Ansätze beibehalten, aber die Studenten sagen nach innen Abschied. Zwei Mal im Jahr trafen ihn Studenten des Collegiums Josephinum Bonn, einer Knabenschule, an der Uni in einem Tonstudio. Vom fünften Jahr bis zum Abi war es immer die gleiche Gruppe, und Ladenthin nahm den Schulunterricht mit vielen Fotoapparaten und Mikrophonen auf.

"â??In der Grundschule ist die Herrschaft des Erziehers unbestrittenâ??, sagt Ladenthin. "Die Beziehung ist fürsorglich, die Studenten untergeordnet, die Lehrer verhalten sich wie Protektoren. "Doch damit nicht genug, denn nicht erst im achten Jahr der Schule sind deutliche Änderungen zu verzeichnen. Das Aussehen der Pupillen ist anders, sie haben gelierte Haar und setzen sich mit auseinander liegenden Beinen auf ihre Stühle.

Dies ist die schwerste Zeit für den Lehrer. "â??In einer von uns aufgenommenen Szenerie kommen zwei MittelschÃ?ler zu spÃ?tâ??, sagt der Lehrer. "Ladenthin ist wütend und wird richtig scharfsinnig, aber die Studenten nehmen das hin", hatte Ladenthin mit seinen Fotoapparaten und Mikrophonen zunächst nur eine Knabenklasse aufgenommen.

"In der Pubertät drückt man sich ganz anders aus, die Mädels zum Beispiel probieren ihre Feminität aus", erzählt Ladenthin. "â??Die nÃ?chste Entwicklungsstufe fÃ?ngt laut Ladenthin mit dem Start der Oberschule an, spÃ?testens aber im zwoelfsten Jahr. Wenn die Pubertät vorbei ist, schwinden die Interessen. Um sicherzustellen, dass es im Vorfeld nicht zu schlecht wird, versuchen die Schüler verschiedene Wege.

So informiert beispielsweise das Düsseldorfer Gymnasium Geschwister-Scholl auf seiner Website über "Schule und Pubertät". Pubertät bedeutet "impulsives, oft unverständliches Handeln, fehlende Weitsicht und eine gestiegene Risikobereitschaft". Die Tatsache, dass sich sowohl das körperliche als auch das geistige Wohlbefinden verändert haben, ist "eine Einsicht, die es für Erziehungsberechtigte und Lehrer leichter macht, das Wissen über das Kind zu erweitern, aber auch dazu beiträgt, die richtigen didaktischen und didaktischen Konsequenzen zu ziehen".

Dabei werden die Studenten zur Aufgabe gemacht. Alle müssen die Haushaltsordnung unterschreiben, einmal in der 7. und nochmal in der 9. Klasse. Es funktioniert nicht ohne Erziehungsberechtigte, das ist allen Menschen bewusst, aber auch viele Lehrer müssen noch lernen. "Das " Erwachsenwerden " ist wahrscheinlich das grösste Projekt gegen Pubertätprobleme.

Laut Lions haben bereits mehr als 60.000 Lehrer an den Trainings in Deutschland teilgenommen, die von den Lions-Clubs 1994 in Deutschland gegründet wurden. Ziel des Programms ist es, den Schülerinnen und Schülern bei der " positiven Lösung von Problemen, die in der Pubertät häufig vorkommen " zu unterbreiten. An anderen Hochschulen werden solche Sachen nicht nur in der Projektarbeit geübt, sondern auch viel mehr in den Zeitplan aufgenommen.

Im Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasium sollen siebte Klassen erfahren, was es heißt, Eigenverantwortung zu haben. Obwohl die beiden den selben Weg zur Schule haben - sie sind noch nicht richtig herzlich zusammen, sie geben sich gegenseitig zu. "â??Die SchÃ?ler sollen ein GespÃ?r fÃ?r ihr Rollenverhalten entwickelnâ??, sagt Sportbetreuer Ekkehard Sachse, der bereits drei Mal mit den Kindern in die Eureifel gekommen ist, um dort Abendsport zu betreiben.

Er ist einer von fünf Lehrkräften am Carl-Fuhlrott-Gymnasium, die sich auf Erfahrungspädagogik spezialisieren und wöchentliche psyche soziale Aktivitäten für den Unterricht anbieten. Diese werden ihm von einem Schulkoordinator zugewiesen, er soll sie "in Form bringen", wie er sagt. "In der Pubertät stellen wir fest, dass sich die jungen Menschen entweder näher kommen, besonders die Schüler.

"Jeden Donnerstag gibt er auch einer achtköpfigen Jugendgruppe Unterricht, "das Motiv des Mobbing ist ein großes Problem". "Zum Beispiel müssen die Pupillen dann nur noch eine große Unterlage zusammenrücken, oder sie halten mich mit vereinigten Kräften auf der Hand. "Der Schwerpunkt der Erfahrungsbildung liegt auch auf dem eigenen Leib und dem eigenen Leben.

"Als die Kinder merken: Wie in der Waldau fangen sie bereits in den ersten Stockwerken an. "â??Wir wollen die Studierenden frÃ?hzeitig motivieren, damit wir auch spÃ?ter Lean-Perioden Ã?berleben könnenâ??, sagt Direktor Karl Schröder. Wichtig ist die persönliche Betreuung von Lehrern und Gymnasiasten in der Hausbibliothek.

"â??Ein Student erhÃ?lt nicht sofort UnterstÃ?tzung fÃ?r das ganze Gebiet der Mathematik, sondern nur zum Beispiel fÃ?r die Bruchberechnung, weil es fÃ?r ihn Ã?berschaubar bleibtâ??, erklÃ?rt Schröder. Im Schauspielkurs "Pfiffikus" spielen Studenten aus sieben unterschiedlichen Mittelschulklassen. Deshalb bin ich gern immer wieder hier", sagt die Studentin.

"Die Kluft zwischen Performancedruck und zunehmendem Perspektivmangel hat sich in den letzten Jahren in der Schule vergrößert. Gerade bei Jungs besteht in der Pubertät eine große Kluft zwischen wirklichen Fertigkeiten und Größe. Extreme Fälle belegen, dass den Heranwachsenden in der Pubertät nicht genügend Beachtung geschenkt werden kann.

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