Schreibunterricht

Schriftsprachkurs

Schrift als funktional bedeutsam vermitteln. Von Anfang an Lesen und Schreiben verbinden. Die aktuelle Debatte über das Lesen und (Rechts-)Schreiben von Lektionen ist verwirrend.

Schriftlicher Unterricht - Max-Planck-Institut für Philosophie - Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Unterricht statt Essayunterricht schreiben: Man könnte zu dieser Formulierung das beitragen, was die didaktische Fachliteratur über "Schreiben im Umbruch" sagt (Feilke/Portmann Hrsg. 1996). Die Umbrüche betreffen nicht nur das so genannte "kreative Schreiben", sondern auch die Einsicht, dass das Lesen zu lange (und nicht nur im Deutschunterricht!) vor allem zur Präsentation der Ergebnisse und zur Überprüfung der Lernziele verwendet wurde, während andere Schreibfunktionen weitestgehend ausgelassen wurden.

Insbesondere die schriftliche Haltung des "epistemischen Schreibens", wie sie seit Carl Bereiter genannt wird, bedarf heute besonderer Beachtung in der Lehre, die prozessorientiert, integrierend und schreibanregend sein sollte:

Schriftdidaktik - Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Von " Schrift als Ganzes " wird gesprochen (Merz-Grötsch 2001); aber es gibt keine " einzige " Schriftdidaktik; es gibt Schriftdidaktiken, die zeigen, wie der Schreibunterricht zu organisieren und zu gestalten ist. Aus didaktischer Forschungssicht sind an diese Lehre fünf Anforderungen zu richten (vgl. BAURMAIN 1990): Jugendliche sollten umfangreiche Schreibkenntnisse erwerben, d.h. ein breites Spektrum an Schriftsituationen, Aufgaben und Formen kennenlernen können.

Obwohl der Schreibunterricht auf die Schriftentwicklung von Jugendlichen ausgerichtet sein muss, sollte er nicht an veraltete Ideen altersgerechter "Formen" anknüpfen (z.B. nur für die "Kleinen" sagen - nur für die "Großen" argumentieren), sondern materialunterstütztes Arbeiten als Entwicklung der eigenen Sichtweise oder die eigenständige Präsentation eines Themenfeldes mit Hilfe verfügbarer und selbstanpassender Ressourcen betreiben (vgl. abraham / Baurmann / Feilke 2015).

Der Schreibunterricht sollte so persönlich und vielfältig wie möglich sein (z.B. durch Portfolios).

Schriftliche Fachliteratur - Max-Planck-Institut für Literaturwissenschaft - Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Literaturtexte haben seit einer bestimmten Objektivierung und Verpsychologisierung des Schreibens in den 80er Jahren (vgl. Schließer 1994) eine bedeutende Bedeutung als Symbolformen des subjektiven Ausdrucks. In den 90er Jahren setzte nach einer Zeit des " Creative Writing " nach dem Leitspruch "Jeder kann es" eine stärkere Betonung der handwerklichen Aspekte in diesem Zusammenhang ein:

Sie bietet Repräsentationsformen, Schreibetechniken und Stilllösungen, die produktbezogen verstanden und angewendet werden können (für Erzähltechniken siehe Wörner/Noir/Rau 2012; für gute narrative Ansätze nach dem Modell von Karl May siehe Abraham 2013). Kreativprozesse sind so gesehen nichts anderes als eine Simulierung von professionellem Papierkram: Autoren nutzen sie auch, wenn sie wissen wollen, welche Gestalt, narrative Haltung oder welcher Stil am besten zu ihrer Gestaltungsintention passt, z.B. der Wandel vom Dritten zum Ersten oder gar zur Zweiten bei der Erzählung einer Geschichte (vgl. Waldmann/Bothe 1992), die "Verdunstung" eines Texts auf genau ein Dritteln seines Volumens (" Précis" - vgl. Abraham 1994).

In den Jahren 14-25 gibt Abraham/Brendel-Perpina 2015 einen Einblick in die Entstehung der Bedeutung des produktorientierten Schrifttums in der literarischen Lehre. vgl. auch: Literaturentl: write-? furtherführende Literatur:

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