Was ist Adhs

Adhs - Was ist das?

Die ADHS beschreibt ein Syndrom, das mit Störungen der Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität verbunden ist. ADHD = Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung, allgemein bekannt als ADS für Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität. ADHD ist die Abkürzung für attention deficit/hyperactivity disorder und ist eine psychiatrische Diagnose. Aber nicht alle ADHS-Leute sind krank.

Worum geht es bei ADHS?

Das Kürzel ADHS bezieht sich auf eine so genanntes AHDS. Allerdings können die individuellen Beschwerden verschieden sein und nicht alle zur gleichen Zeit auftauchen. Unter dem Gattungsbegriff ADHS versteht man auch die Schwere der Krankheit, bei der kein hyperaktives Verhalten zu beobachten ist, sondern nur Konzentrationsstörungen vorhanden sind. In Deutschland trifft man manchmal auf die englische Kurzbezeichnung ADHS für Attention Deficit Hyperactivity Disorder. Dabei handelt es sich um die englische Bezeichnung AHD.

Doch nicht jedes ruhelose oder unachtsame Baby erkrankt sofort an ADHS. Generell ist jedoch zu beachten: Die Anomalien müssen über einen langen Zeitabschnitt ( "mindestens sechs Monate") und in unterschiedlichen Bereichen des Lebens des Babys (Familie, Schulzeit, Freizeit) eintreten, damit man wirklich von ADHS reden kann. Wenn ADHS nicht behandelt wird, kann dies schwerwiegende Konsequenzen für das betroffene Baby und sein ganzes Familienumfeld haben, wie z.B. Schulausfall, familiäre Probleme oder erhöhtes Suchtrisiko.

Selbst wenn ADHS prinzipiell nicht geheilt werden kann, kann die Intensivpflege und die zielgerichtete Symptombehandlung den befallenen Kinder ermöglichen, eine weitestgehend normalere Sozial- und Schulentwicklung zu erreichen. In der heutigen Therapie der ADHS stehen mehrere Säulen: Im Rahmen der allgemeinen Debatte im Rahmen von ADHS wird oft von "Modediagnose" oder "Zivilisationskrankheit" gesprochen.

ADS ist jedoch kein PhÃ?nomen unserer Neuzeit, sondern eine Krankheit "mit einer Vergangenheit". Schon 1845 schilderte der Neurologe Heinrich Hoffmann in seinem Buch "Struwwelpeter" eindrücklich die typischen ADHS-Symptome. Auf der einen Seite steht der immer rastlose "Zappelphilipp", der fünf Min. lang nicht still auf dem Sessel sitzt. Hoffmann hat aber auch die weniger markante, überwiegend unauffällige Version von ADHD mit seinem "Hans-guck-in-die-Luft" zutreffend beschrieben.

ADHS wird oft von sozialen Verhaltensstörungen begleitet, die Hoffmann im " bitter bösen Friedrich " vorlebt. Weil ADHS oft in Familien vorkommt, scheint der Faktor Gentechnik eine wichtige Funktion bei der Entwicklung von ADHS zu haben. Es ist wahr, dass widrige Umstände, unter denen ein Kind aufwächst, wie z.B. häufige Wechsel der Betreuer, Mangel an Alltagsstrukturen und Vernachlässigungen, eine erschwerende Wirkung auf Verhaltensprobleme haben können.

Allerdings verweisen die Fachleute darauf, dass schädliche Umwelteinflüsse nie allein ADHS auslösen können.

Mehr zum Thema