Was ist ein Legasteniker

Ein legendärer Begriff

Warum ist Dyslexie überhaupt etwas? Zentrum für Entwicklung für Kinder Dabei muss eine konzeptionelle Übersichtlichkeit vermittelt werden, die für den konkreten Einsatz der betreffenden Kleinkinder genutzt werden kann. Es gibt verschiedene Schwierigkeiten, das Schreiben und Lesen zu lernen. Es wurde sehr frühzeitig entdeckt, dass einige Schulkinder scheinbar anhaltende Lernbehinderungen haben, die mit herkömmlichen Schulmethoden nicht überwunden werden konnten. Manchmal wurde es als Schreiben Stottern (Berkhan 1885), dann Wort-Blindheit (Morgan 1896), dann Lese- oder Lese-Blindheit (Ranschberg 1928), später Lese- und Rechtschreibschwäche (Kirchhoff 1964), oder man benutzte auch den aus dem angl.

Sprachgebiet abgelösten Terminus Dyslexie, um nur einige Beispile zu erwähnen.

Allen früheren Erklärungen ist gemein, dass sie auf die Tatsache hinweisen wollen, dass es immer wieder kleine Menschen gibt, die aus (für Forscher) unsichtbaren Beweggründen nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten lesend und schreibend erlernen. Weil das Schriftliche ein unverzichtbares Mittel der heutigen Kommunikation ist, wurde rasch klar, dass Jugendliche, die diese Form der Kommunikation nicht oder nur schlecht meistern, von vielen Bildungsmöglichkeiten ausgegrenzt sind.

Das macht sich bei den Kleinen selbst bemerkbar, denn sie meiden alles, was mit Hören und Sehen zu tun hat. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung ging es an dieser Stelle zunächst um die Fragestellung, unter welchen Bedingungen von einer solchen konkreten Störung für die Entfaltung des Kleinkindes zu reden ist, d.h. wenn über den normalen schulischen Lese- und Schreibunterricht hinaus Hilfs- und Unterstützungsbedarf für die betreffenden Kinder vorhanden ist, um ihnen eine ihren Fähigkeiten angemessene Ent wicklung anzubieten.

Die beiden Klassifizierungssysteme umschreiben die Erscheinungen sehr ähnlich wie "isolierte Rechtschreibstörung", "Störung des geschriebenen Ausdrucks" oder "Lese- und Rechtschreibstörung". Diese Erkrankung bedeutet, dass die Lese- und Schreibleistung eines Kindes wesentlich schlechter ist, als man aufgrund seines Alters, seiner allgemeinen Aufklärung und seines Schulniveaus annehmen kann. Man geht davon aus, dass diese Erkrankung auch andere Schulleistungsbereiche eindeutig betrifft und dass es eine deutliche Differenz zwischen Alphabetisierung und anderem intellektuellem Potenzial gibt.

Ausgenommen sind Lese- und Schreiberkrankungen, die durch unzureichende Lehre, erhebliche Hör- oder Sehbehinderung, neurologische Krankheiten oder geistige Retardierung entstehen. Die Erkrankung kann im zweiten Jahr der Schule und in schwerwiegenden FÃ?llen auch im ersten Jahr der Schule mittels Schulpsychologie oder Schulpsychologie diagnostiziert werden. Für eine ganze Anzahl von Schülern, für die diese Begriffsbestimmung nicht gilt oder nicht klar genug ist, die aber nicht genügend Rechtschreib- und Lesefähigkeiten mit Schulmitteln erwerben.

In dieser Vorschrift wird beklagt, dass es Aufgabe der Hochschule ist, allen Schülern ausreichende Lese- und Rechtschreibkenntnisse zu vermitteln. Ziel ist es, gewisse Komponenten des Erbmaterials (Chromosomen 6 und 15 werden diskutiert) mit Lese- und Rechtschreibfertigkeiten zu erkennen und sie für gewisse Gehirnentwicklungen zu verantwortlichen. Neben der Tatsache, dass das Finden eines "Rechtschreibgens" den Betreffenden nicht wirklich weiterhilft, sind die diesbezüglichen Arbeiten in Bezug auf die Lokalisation und Funktionsweise gewisser Gehirnareale zum Schreiben und Lesen sehr kontrovers und in Bezug darauf, welche Schlussfolgerungen aus den jetzt medikamentös mög ichenlichen Bildgebungsprozessen der Gehirnaktivität gezogen werden können.

Bisher ist weder die Vererbung der Dyslexie noch die Verantwortung gewisser Hirnareale (z.B. linke Hemisphäre oder eckiger Gyrus) für das Anschreiben und Nachlesen abschließend erprobt. Bei all diesen Annahmen wird wenig über die Gründe einer Lese- und Rechtschreibstörung gesagt, wie man den Betreffenden weiterhelfen kann, und die Debatte hier bleibt offen.

Bei einem großen Teil der mit Lese- und Rechtschreibschwäche behafteten Kindern treten oft mehr oder weniger starke Störungen der Sprachentwicklung auf. Bei einem kleineren Teil der Patienten mit Lese- und Rechtschreibschwäche treten auch Anomalien in der Visuomotorik auf. Auffallend ist auch, dass die Zahl der Knaben mit Lese- und Rechtschreibschwäche signifikant größer ist als die Zahl der MÃ??dchen (fast doppelt so viele wie der Zahl der Mädchen).

Es muss jedoch explizit darauf hingewiesen werden, dass die dargestellten Entwicklungsprobleme nicht zwangsläufig zu Lese- und Schreibschwierigkeiten auftauchen. Dies trifft auch auf alle anderen schwer lesbaren Söhne und Töchter zu. Es sollte an dieser Stellen nicht unerwähnt gelassen werden, dass bei der oben genannten Definition von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten auch Erwägungen und Äußerungen abzulehnen sind, die besagen, dass ein Dyslexiker in der Mathe besonders gut sein muss.

Die Lehrerin ist sich sicherlich der extremen Differenzen zwischen den beiden Schwerpunktfächern bewusst, und der zusätzliche Unterstützungsbedarf ist für diese Kinder besonders groß. Allerdings muss das Kleinkind mit der schwächeren Mathematikleistung aus Sicht des geistigen Lernens nicht unbedingt schlimmer sein und braucht aufgrund seiner Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten wie die anderen eine zusätzliche Ausbildung.

Auch ist die Vermutung, dass es "legasthene" Schreibfehler gibt, nicht tragbar. Dabei können keine konkreten Schreibfehler festgestellt werden, die zu Lese- und Rechtschreibproblemen führen würden. Im Prinzip macht ein befallenes Kleinkind die selben Irrtümer wie alle anderen Kinder, nur in viel höherer Zahl. Im Prinzip liefern die entsprechenden Fehlerarten jedoch Informationen über Typ und Schwere der einzelnen Lese- und Rechtschreibschwächen und damit wesentliche Informationen für die zu erbringende Hilfestellung.

Unterstützung für diese Kleinen ist dringlich und sollte so frühzeitig wie möglich beginnen, um Beeinträchtigungen der persönlichen Entwicklung, des Sozialverhaltens und der schulischen Karriereentwicklung zu verhindern.

Mehr zum Thema