Was ist Gruppenarbeit

Wofür steht Gruppenarbeit?

Repräsentation:::: Wofür steht Gruppenlehre/Gruppenarbeit? Meyer: "Gruppenunterricht ist eine soziale Unterrichtsform, bei der die Aufteilung der Klasse in mehrere Fachbereiche für einen begrenzten Zeitraum zu kleinen, arbeitsfähigen Gruppen führt, die an den vom Lehrer festgelegten oder von ihm selbst entwickelten Themen zusammenarbeiten und deren Ergebnisse in weiteren Lehrphasen für den Unterricht verwendet werden können.

Gruppenarbeit im Klassenzimmer ist nicht zwangsläufig eine ideale Unterrichtsmethode. Wenn sie schlecht strukturiert und damit schlecht umgesetzt ist, kommt es oft zu Unordnung und Unbefriedigung bei Lehrern und Schülern. Oft ist ein Misserfolg einer Gruppenarbeit bereits programmiert, wenn die Lerner mit den an sie gerichteten Ansprüchen über- oder unterschritten werden, also Versagen erfahren und rasch eine ablehnende Haltung gegenüber Gruppenarbeit einnehmen.

Der Schüler muss erlernen, die größere Freiheit im Gegensatz zum frontalen Unterricht richtig zu nützen. Hier muss die Gruppenarbeit sehr sorgfältig und komplex gestaltet, projektiert und aufbereitet werden, ähnlich wie bei Einzel- und Partnerarbeiten. Für eine gelungene Gruppenarbeit bedarf es organisatorischer und planerischer Fähigkeiten des Lehrers, damit während der tatsächlichen Gruppenarbeit so wenig wie möglich eingegriffen werden muss und den Schülern so genügend eigener Handlungsspielraum gegeben werden kann.

Die folgenden Punkte sollten vom Lehrer bei der Erstellung einer Gruppenarbeit berücksichtigt werden: Eignet sich das Topic für die Gruppenarbeit? Bei der Gruppenarbeit im Klassenzimmer wird immer wieder der grundlegende Fehler gemacht, dass der Lehrer die entsprechenden Aufgaben in der Gruppe nicht genügend berücksichtigt. Wenn den Schülern eine Aufgabenstellung gestellt wird, die problemlos oder leichter in Partner- oder Einzelarbeiten gelöst werden kann, macht Gruppenarbeit wenig Sinn.

Grundsätzlich ist daher Folgendes zutreffend: Tasks eignen sich für die Verarbeitung in der Gruppe, wenn sie die Arbeitsbelastung, die einzelnen Aktivitäten der Konzernmitglieder und das tatsächliche Lernziel aufzeigen und damit die Fähigkeit zur Integration haben. Daher sollten Aufgabenstellungen ausgewählt werden, die verlangen, dass die entsprechenden Teammitglieder nur dann das gewünschte Resultat erzielen können, wenn sie sowohl untereinander zusammenarbeiten als auch kommuniziert werden.

Wenn sich ein Topic für die Arbeit in der Gruppe eignet, ergibt sich nun die Fragestellung, ob die Aufgabe in themenähnlichen Gruppierungen oder in thematisch differenzierten kleinen Gruppierungen bearbeitet werden soll. Eine ähnliche Gruppenarbeit besteht, wenn alle Arbeitskreise am gleichen Themenbereich oder an demselben Problemfeld arbeiten und dann ihre Arbeitsergebnisse miteinander erörtern. Hierfür eignen sich Inhalte, die von den Studierenden Selbstbestimmung verlangen (z.B. Experimentieren oder Rollenspiel üben).

Andererseits wird die Gruppenarbeit thematisch differenziert, wenn jede kleine Gruppe eine andere Aufgabe hat. Es eignet sich, wenn unterschiedliche Themenaspekte eines Themenbereichs in den jeweiligen Arbeitskreisen untersucht und bearbeitet und dann im Plenum der Klasse bewertet werden können. Durch die dafür notwendige didaktische Auseinandersetzung und die genaue Kenntnis der Methodenkompetenz der Schüler ist die themenspezifische Gruppenarbeit für die Lehrer viel aufwändiger als die themenidentische.

Was sind die Aufgaben für die Gruppenarbeit zu formulieren? Qualitativ hochwertige und wirkungsvolle Gruppenarbeit erfordert immer eindeutig definierte und klare Arbeitsaufgaben sowie ein klares Ziel des Lehrers. Die Verwendung dieser Befehle ist besonders hilfreich, wenn eine Unterrichtsstunde in die Arbeitsweise der Gruppenarbeit eingeführt wird. Als " freie Arbeitsaufgaben " werden im Wesentlichen verbindliche Absprachen über die Aufnahme oder Weiterführung von Gruppenarbeit bezeichnet (z.B. "In Ihrer Arbeitsgruppe auf den bevorstehenden Prüfungstermin vorbereiten".

Eine solche Arbeitsanweisung sollte vom Lehrer nur dann erteilt werden, wenn die Einzelgruppen bereits mehrmals an geöffneten Arbeitsanweisungen teilgenommen haben. Verfügen die Schüler über die nötigen Lernbedingungen für die Gruppenarbeit? Grundvoraussetzung für den Lernerfolg der Gruppenarbeit ist sicher nicht nur die bestmögliche Vorarbeit des Lehrers, sondern auch die Klärung der nötigen Vorraussetzungen seitens der Schüler.

Verfügen die Schüler über die nötigen Vorkenntnisse und Methodenkenntnisse? Wie ist ihre Haltung zur Gruppenarbeit? Oftmals sind sowohl Schüler als auch Lehrer aufgrund mangelnder Vorerfahrung in der Klasse der Gruppenarbeit feindlich gesinnt, so dass die an der Gruppenarbeit Beteiligte auf diese soziale Form eingestellt werden müssen. Manchmal wird diese Form der Arbeit auch deshalb verworfen, weil man nicht lernfähig sein will (Fach ist nicht relevant, Benotungen sind unwichtig, etc.).

Der erste Schritt wäre, mit der Arbeitsgruppe an den Kooperationsregeln zu arbeiten. Eins ist wichtig: Gruppenarbeit muss erlernt und intensiver praktiziert werden, um Erfolg zu haben! Beispielsweise können für die Entwicklung von methodischen und sozialen Kompetenzen, die der Gruppenarbeit zugute kommen, einige Bedingungen auch im frontalen Unterricht oder in der partnerschaftlichen Arbeit entwickelt werden (z.B. die Gesprächsregeln, s. Umsetzung).

Im Allgemeinen ist die bestmögliche Vorraussetzung für die Gruppenarbeit jedoch eine erfolgreiche Gruppenarbeit. In welcher Form sollen die verschiedenen Arbeitskreise zusammengesetzt werden? Die Lehrer achten oft nicht besonders auf die Aufteilung der Einzelgruppen im Lehralltag und gliedern die Kinder ganz unkompliziert und komfortabel nach ihren Plätzen.

Insbesondere die erfolgreichen Schulartensysteme belegen, dass die in ihnen vertretenen unterschiedlichen Lernteams zum Gelingen sowohl der effizienteren als auch der weniger effizienten Lernenden beizutragen vermögen, wenn die Wechselwirkung in der Lerngruppe für ein gemeinschaftliches Gesamtergebnis und einen alles durchsetzenden Prozessverständnis verwendet wird. Seinen Gruppenmitgliedern kommt eine Unterstützung zugute, die er oft besser kann als die des Lehrers.

Es kommt beiden Parteien zugute, dass sie gelernt haben, wie man mit technischen, methodischen und sozialen Fragen gut umgeht. Es gibt neben der Berufswelt die auf Zusammenarbeit und Verständigung ausgerichtete Lebensgemeinschaft, so dass die Hochschule einen unverzichtbaren Anteil an erfolgreicher Gruppenarbeit haben muss, wenn sie nicht außerhalb der Realität agieren will.

Gruppenbildungen können auf unterschiedliche Arten erfolgen: arrangiert: Der Lehrer stellt die Gruppe nach seinen eigenen Gesichtspunkten zusammen. In Deutschland wird diese Art der Gruppendynamik noch oft mit Vorbehalten betrachtet, da der Lehrer verständliche Klassifizierungskriterien braucht und oft auf Widerstände seitens der Schüler trifft. Soll jedoch angestrebt werden, dass in der Lerngemeinschaft eine Ungleichartigkeit entsteht, so muss diese Regelung offen und verständlich sein und ihre Auswirkung von den Arbeitsgruppen während des Arbeitsablaufs und im Resultat wiedergegeben werden.

Gruppenarbeit ist besonders erfolgversprechend, wenn die Lernenden wissen, wonach sie suchen müssen, warum es sich um eine Gruppierung handelt und was von ihnen verlangt wird. Auch in vielen Bildungsländern der Erde, die besser in der Ausbildung sind als Deutschland, gibt es oft Gruppenbewertungen, die in die Einzelnoten einbezogen werden. Daher gilt: Nur weil die geordnete Ungleichartigkeit mehr Ärger macht, darf sie nicht umgangen werden, denn sie ist das erfolgreichereste Vorbild im Gruppenlernen! entsprechend ihrem eigenen Interesse/Sympathie: Die Schülerinnen und Schüler gestalten die Gruppendynamik selbst und treffen sich selbstständig in Gruppendynamik (Entscheidungskriterium kann das Interessensinteresse am Topic einer zu bearbeitenden Gruppendynamik oder auch die Mitmenschlichkeit zu den übrigen Gruppendiskussionspartnern sein).

Eine solche Art der Gruppendynamik wird von vielen Repräsentanten der Gruppendynamik begrüßt, da sie den Schülern den Freiraum gibt, die Freundschaft zu festigen. Demgegenüber steht jedoch die Tatsache, dass sich sehr gut kennengelernte Gruppenkollegen von den anderen Schülern unterscheiden. Das zweite Hindernis, das in der Kollektivbildung nach Mitgefühl immer wieder auftauchen kann, ist, dass einige Schüler keine eigene Gruppierung vorfinden, weil niemand sie in seiner eigenen Gruppierung haben will.

Prinzip: Diese Art der Entscheidung sollte daher eher in den seltensten Fällen geübt werden, um eine zu große Anzahl von Cliquenbildungen zu verhindern. Nach dem Zufallsprinzip: z.B. durch Zeichnen von Losen/Karten, Zählen, Organisation von Geburtstagen usw. Die Schüler werden zufällig den einzelnen Arbeitskreisen zugeteilt. Dieses Formular wird in der Regel von den Schülern problemlos angenommen.

Um so mehr ist diese Annahme gegeben, wenn diese Gruppenzusammenstellung zunächst nur für einen für die Schüler handhabbaren Zeitraum gültig ist. Es wird aber auch dem Wagnis überlassen, ob auf diese Weise wirklich homogene Gruppierungen gebildet werden. Ein internationaler Abgleich ergibt, dass die Gruppendynamik in Deutschland noch viel zu oft solchen zufälligen Prinzipien unterworfen ist und daher die Vorzüge, vor allem leistungsheterogener Gruppierungen, nicht nutzen kann.

Prinzip: Zufällig können Gruppierungen vereinzelt, aber nicht kontinuierlich gemischt werden, wenn die Stärken der heterogenen Gruppierungen kontrollierbar aufrechterhalten werden sollen. Leistungs-differenziert oder leistungsäquivalent: Diese Form der Gruppierung findet sich bei gewissen Fragestellungen. Peer (homogene) Lerngruppen sollten sich bemühen, den Lernenden zu unterstützen, indem sie sie mit anderen Lernenden von Peer-Stärke zusammenbringen.

Prinzip: Eine solche Zusammenfassung sollte jedoch generell abgelehnt werden, da sie für den Lernenden nachteilig ist. Leistungsunterschiedene (heterogene) Gruppierungen sind immer zu präferieren. Für die Bestimmung der Gruppenstärke sollten neben den Zielen und Inhalten des Unterrichtes auch die Raumverhältnisse, aber auch die Klassengröße herangezogen werden. In den meisten Fällen kann eine Gruppengrösse von 3-5 Schülern als Richtlinie herangezogen werden, sollte aber immer entsprechend der Arbeitszuordnung der Gruppe variieren.

Eines der Hauptprobleme bei der Gruppenarbeit im Klassenzimmer ist das Verschieben der Tabellen und Sessel auf Gruppentische, bevor die Arbeiten wirklich begonnen werden können. Zur Vermeidung dessen sollte man sich bemühen, eine Sitzanordnung in der Unterrichtsstunde zu verwirklichen, die sowohl zu sehr eingeschränkten Zeiten des Frontalunterrichts als auch zur Gruppenarbeit auffordert.

Für viele Lehrer hat sich die so genannte "lehrerzentrierte Gruppenbestuhlung" bewährt: Die Vorzüge dieser Bestuhlung: Aber es kann auch Lehrerinnen und Lehrer gibt, die Klimapperts Radikalisierung betreiben und die Frontform klarer lösen, wie das Beispiel der Lab.... In der Gruppenarbeit müssen die Schülerinnen und Schüler ein Ergebnis erzielen, ohne die sofortige externe Kontrolle durch den Lehrer.

Hierfür ist es erforderlich, sie zu Anfang über die Regeln des Spiels, die Zielsetzungen und die Arbeitsweise der Gruppenarbeit zu informieren und mit ihnen zusammen Strukturierungsarbeitstechniken zu entwickeln und zu definieren. Nachfolgend werden einige Hinweise gegeben, um den Schülern die Gruppenarbeit zu erleichtern: Die Gruppenarbeit erfordert klare Regeln des Verhaltens, die von allen akzeptiert und allen bekannt sind und die festlegen, wie die Schüler im besten Fall zusammenarbeiten und untereinander kommuniziert werden sollten.

Dabei ist es notwendig, dass die Schüler selbst (nicht nur von der Lehrerseite!) diese Spielregeln im Klassenzimmer erarbeiten und festlegen, sie sichtbar machen und auch nachdenken. Im Mittelpunkt dieser Regelungen steht vor allem das Sozial- und Interaktions-Verhalten, das beim gemeinschaftlichen Soziallernen in der Gruppenarbeit eine wichtige Bedeutung hat. Diese sollen die Disziplin der Arbeit befördern und die individuellen Mitglieder der Gruppe ermutigen, ein Gefühl für "wir" zu entwickeln. Bei der Arbeit mit den Gruppenmitgliedern geht es um die Entwicklung von "wir".

Klippert (2009) gibt mit dem "10-Punkte-Programm" ein Beispiel für einen solchen Regelkatalog: Einer, der anderen Menschen weiterhilft und sie ermutigt. Andere Ansichten werden toleriert/akzeptiert. Menschen hören sich gegenseitig zu und reagieren miteinander. Personenangriffe und Beschimpfungen werden ausgelassen. Keines der Gruppenmitglieder bleibt außen vor, jeder nimmt teil und tut sein bestes. Das Thema/Aufgabe wird befolgt.

dass die richtigen technischen Resultate erreicht werden, dass jeder an dem Resultat mitwirkt und versteht, dass jeder sich dafür engagiert, dass der andere ein technisch gutes Resultat erbringt, dass das Topic intensiv bearbeitet wird, dass es zu einem Anstieg von Wissen, VerstÃ?ndnis und Speicherung kommt.

Für den Interaktionsablauf der verschiedenen kleinen Gruppen ist es neben der Regelvereinbarung erforderlich, dass die Funktionen/Rollen der Einzelgruppenmitglieder im Voraus definiert werden. Die Gruppenarbeit schlägt oft fehl, weil sich alle Mitglieder der Gruppe für alles in der Verantwortung sehen, aber niemand weiss ganz genau, für was er oder sie verantwortlich ist und welche Aufgaben er oder sie sich anlegt.

Um allen Schülern die Arbeit an der Aufgabenstellung gleichermaßen zu ermöglichen, ist es ratsam, eine eindeutige Rollentrennung vorzusehen. Die Funktion des Diskussionsleiters, des Zeitplanleiters, des Regelbetreuers, des Personalchefs oder des Moderationsdesigners kann auf verschiedene Mitglieder der Gruppe aufgeteilt werden, um eine zielgerichtete Gruppenarbeit zu gewährleisten. Dabei sind jedoch laut Kern Reich zwei Punkte zu beachten: Die Aufgaben dürfen für andere Gruppenarbeit nicht fest definiert sein, sondern sollten sich gesteuert verändern (Rotationsprinzip), die Darstellung der Resultate erfolgt immer von allen (in Teilen), so dass niemand ausgegrenzt wird und jeder seine Motivation behält.

Gegebenenfalls kann es auch Sinn machen, kurz vor der Vorstellung festzustellen, wer welche Parts vorstellt (Präsentationsprinzip). Bevor mit der Gruppenarbeit begonnen wird, sollten die Richtlinien, Verfahren und Techniken diskutiert werden, damit die Schüler in der Gruppe ohne die Anleitung des Trainers arbeiten kann. Daher kann es für die Inhaltsarbeit nützlich sein, den Schülern strukturierte Arbeitsweisen wie einen "Zeitplan" zur Seite zu stehen.

Effektive Gruppenarbeit erfordert einen geplanten und entschlossenen Ansatz, der mit der Roadmap geübt werden kann (siehe Klippert 2009). Dem Lehrer kommt auch im Gruppenkurs eine neue Funktion zu: Er ist nicht mehr die alleinige Kontrolle über den Lehrbetrieb, sondern muss sich in seinem Handeln zurückziehen.

Dazu muss sie andere Aufgaben wahrnehmen, die er wie folgt zusammenfasst: Initiationsfunktion (motivierende Gruppenarbeit, Erarbeitung und Gestaltung der Gesamtanordnung), Informationsfunktion (Bereitstellung von Information, Vermittlung von geeigneten Materialen und Trägermedien, Anreizwirkung bei Streitigkeiten ), Regulierungsfunktion (Beratung als reaktionsfähige Maßnahme, bei Bedarf ist es immer zweckmäßig, Interaktionsabläufe unter den Schülern zu beobachten:

Traditioneller Frontunterricht gibt dem Lehrer in der Praxis in der Regel nicht viel Raum, die Schülerinnen und Schüler in differenzierter Weise zu betrachten, um Rückschlüsse auf eine eventuelle Unterstützung zu ermöglichen. In der Gruppe kann und sollte der Lehrer dagegen zusehen, wie die Schülerinnen und Schüler untereinander interagieren oder wie sie mit der Arbeitsaufgabe umzugehen haben, wenn sie eine Aufgabenstellung in eigener Verantwortung zu bewältigen haben.

Bestehen zwischen den Individuen Konflikte? Beherrscht man und macht die anderen Mitglieder der Gruppen zu seinen Hilfskräften? Wohin wird eine Person von ihrer Zielgruppe nicht angenommen? Welche Konkurrenten gibt es, die das gegenseitige Lernen lähmen? Von wem werden die Veranstaltungen in der Kleingruppe durchgeführt? Von wem wird die Sozialkontrolle in der Personengruppe ausgeübt? Welcher ist unfähig oder nicht willens, sich mit "seiner Gruppe" zu verbinden?

Erhalten schwÃ?chere Mitglieder der Gruppen Unterstützung von anderen? Besteht eine feste Verteilung der Rollen in der Unternehmensgruppe? Der Lehrer sollte auf die Beachtung der Vorschriften achten und die Schüler immer bitten, ihre eigenen Lösungsansätze zu entwickeln, die Verhaltensweisen, Haltungen und Resultate aufwerten. Beim Präsentieren der Arbeitsleistungen der einzelnen kleinen Gruppen ist darauf zu achten, dass diese systematisch und ideenreich präsentiert werden.

Im Falle von Gruppenarbeit zum gleichen Thema wird ein Resultat vorgestellt und mit anderen verglichen, wodurch die entsprechende Arbeitsgruppe erst zum Zeitpunkt der Darstellung ausgewählt werden sollte. Andernfalls können sich die nicht selektierten Gruppierungen bereits vorher zurücklehnen. Darüber hinaus sollte der Lehrer darauf achten, dass Arbeitsgruppen nicht nur mündlich über die Resultate und Probleme der Gruppenarbeit Bericht erstatten.

Im Anschluss an die Gruppenarbeit ist es hilfreich, die Schüler/innen vor allem über die erzielten Resultate, die Vorbereitungs- und Umsetzungsphasen nachdenken und in Meta-Kommunikation bringen zu können. So können die Jugendlichen darauf aufmerksam gemacht werden, was sie in der folgenden Gruppenarbeit als Gruppe und Teilnehmer besser machen sollten und wie Probleme lö-sungsorientiert vermieden werden können.

In der Leistungsbeurteilung des Lehrers besteht ein permanentes Problemfeld des Gruppenunterrichts, da nicht nur die individuelle Leistungsfähigkeit jedes Schülers, sondern auch die gemeinschaftliche Leistungsfähigkeit der ganzen kleinen Gruppe evaluiert werden muss. Im Ausland ist es hier durchaus gängig, mit Gruppennote zu rechnen, die dann vollständig in die einzelnen Noten einfließt.

Deutschlehrer finden das oft schwierig, weil das Gruppenlernen weniger als eine spezielle Qualifizierung und Befähigung erachtet wird. In diesem Fall scheint es Sinn zu machen, mit den Schülern zu sprechen und sich auf Bewertungsregeln zu einigen, die den Gruppeneinfluss nicht ganz ausgrenzen. Doch auch die Gesamtnote kann oft durch Gruppenarbeit relativiert werden, indem man verstärkt auf mündliche Bewertungen ohne numerische Noten setzt.

Feedbackverfahren (z.B. schriftlicher oder mündlicher Austausch der eigenen Bemerkungen an die ganze Gruppe) durch das Vollversammlung und den Lehrer können dann sinnvoll sein. Angesichts des Dilemmas von Gruppen- und Einzelnoten geben die Lehrer oft sowohl eine Einzelnotennote als auch eine allgemeine Notennote für Gruppenleistungen. Allerdings scheint ein solches Vorgehen nur dann gerechtfertigt zu sein, wenn nachweisbare einzelne Teile als Teilaufgaben in der Gruppenarbeit einzeln hergestellt wurden.

Dabei darf sich die Waldorfschule nicht zu sehr von der Lebens- oder Arbeitswelt abgrenzen, denn das Resultat einer Gruppen- oder Teamarbeit wird immer als Gesamtresultat bewertet, an dem alle teilgenommen haben, und es kann nicht aussagekräftig in einzelne verschiedene Teilresultate unterteilt werden.

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