Zeitarbeit

Leiharbeit

Leiharbeit ist besser als ihr Ruf. Temporäre Arbeit in den Niederlanden Nicht nur in Deutschland ist Zeitarbeit eine Möglichkeit für Firmen und Arbeitssuchende, sich rasch und unkompliziert zu finden. Im Jahr 2014 zählt der Interessensgemeinschaft deutsches Arbeitsunternehmen e.V. vier Mio.

hauptberufliche Stellen in der Zeitarbeit in Europa. ¿Wie wird Zeitarbeit in anderen Staaten reguliert? Bereits im ersten und zweiten Teil haben wir über Zeitarbeit in Frankreich und Großbritannien informiert.

Jeder zehnte Vollzeitarbeitsplatz wird in den Niederlanden vergeben. Seit vielen Jahren wird dort die Zeitarbeit im Detail reguliert. Stufe B: Wenn ein Leiharbeiter seit mehr als 78 Kalenderwochen (eineinhalb Jahren) für das gleiche Leiharbeitunternehmen tätig ist, tritt er in die Stufe B ein: Er bekommt einen unbefristeten Anstellungsvertrag, der nicht an die Zeitdauer der Entsendung geknüpft ist.

Die Dauer von Stufe B beträgt zwei Jahre. Stufe C: Wenn der Leiharbeiter die Phasen A und B absolviert hat, d.h. für einen Leiharbeitsvertrag für einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren tätig war, wird die Stufe C eingeleitet: Er bekommt einen festen Arbeitsvertrag. In den Niederlanden gibt es seit 1998 auch ein Recht, das grundsätzlich die Gleichstellung von Leiharbeitnehmern und Festangestellten vorschreibt.

Wie in Deutschland können auch in den Tarifverträgen zwischen Betrieben und Verbänden andere Bestimmungen enthalten sein. Die Zeitarbeit wird in den Niederlanden besonders oft für den Einstieg in den Beruf genutzt: Mit 46 Prozentpunkten ist der Prozentsatz der jugendlichen Leiharbeitnehmer unter 25 Jahren der höchste in Europa. Auch für die Suche nach einem Ferienjob oder die Verdienstmöglichkeit während des Studienverlaufs wird das Muster vielfach verwendet - für die die oben genannte Stufe E ohne einen übergeordneten Anstellungsvertrag vollkommen ausreichend ist.

Für viele Nicht-Mitarbeiter ist die Zeitarbeit wie in Deutschland in der Regel eine Verbindung zur Erwerbstätigkeit: Rund 30 Prozentpunkte der holländischen Zeitarbeiter sind dauerhaft arbeitslos. Informationen über die Besonderheiten und Ähnlichkeiten des Zeitarbeitssektors in den europäischen Staaten wurden auch hier vom Bundesverband der Arbeitgeberverbände der Arbeitnehmerdienstleister zusammengetragen.

Wie geht es weiter, wenn man sich von der Zeitarbeit verabschiedet?

Die Umstellung vom Leiharbeitunternehmen auf den neuen Dienstgeber, bei dem der Leiharbeiter vorher beschäftigt war, erfolgt in gleicher Weise wie bei jedem anderen üblichen Dienstgeberwechsel. Die Leiharbeiterin beendet den Anstellungsvertrag mit dem Leiharbeitunternehmen. Ist das Leiharbeitunternehmen mit einer frühzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht einverstanden, muss der Mitarbeiter bis zum Ablauf der Frist weiter für ihn arbeiten.

Vertragsstrafen des Leiharbeitsunternehmens sind im Falle einer Übernahmen durch ein anderes Unternehmertum nicht gesetzlich erlaubt. Damit verlässt der Leiharbeiter das Leiharbeitsunternehmen ganz und hat keine vertragsgemäße Verpflichtung mehr gegenüber dem Leiharbeitunternehmen. Damit hat das Leiharbeitsunternehmen kein Recht mehr, seine Mitarbeiter zu leiten. Zusätzlich muss eine Bescheinigung des Leiharbeitsunternehmens beigefügt werden. Am Ende der Frist kann der Mitarbeiter auf der Grundlage eines neuen Arbeitsvertrages eine völlig neue Beschäftigung in dem neuen Betrieb aufnehmen.

Damit kann der Leiharbeiter auch mit seinem neuen Auftraggeber über Details aufklären. Ein kürzerer Probezeitraum hat dann Auswirkungen auf den Kündigungszeitraum, da in der Praxis üblicherweise festgelegt wird, dass der Kündigungszeitraum während des Probezeitraums kleiner ist als der gesetzlich vorgeschriebene Kündigungszeitraum. Die beiden Vertragsparteien können auch vereinbaren, dass die Dauer der Beschäftigung zu dem Zeitraum hinzukommt, in dem der Leiharbeiter bei dem betreffenden Dienstleistungsunternehmen beschäftigt war.

Handelt es sich bei dem ehemaligen Leiharbeiter um einen Arbeitnehmer des Unternehmens, so hat auch dieser die vollen Managementrechte. In umgekehrter Reihenfolge, in der der Arbeitnehmer zunächst in einem Betrieb angestellt war und dann für ein Leiharbeitsunternehmen tätig sein soll, gibt es jedoch eine wesentliche Auffälligkeit. Dies ist zu berücksichtigen, wenn der Arbeitnehmer von einem Betrieb zum Leiharbeitsunternehmen übergeht und über dieses wieder auf dieses übertragen werden soll.

Liegt zwischen dem Ausscheiden aus dem Betrieb und dem Einstieg in das Leiharbeitsunternehmen weniger als sechs Monaten, so hat der Beschäftigte Anrecht auf die Vergütung, die ein gleichwertiger Beschäftigter in der Festanstellung des Betriebes hat. Das gilt übrigens auch dann, wenn der Angestellte nicht unmittelbar bei demselben Betrieb beschäftigt ist, sondern bei denen, die zur gleichen Gruppenstruktur des Betriebes angehören, d.h. er wird auf ein konzernverbundenes Betrieb im Sinne des 18 Slg. übertragen.

In diesen Faellen sollte der Mitarbeiter daher die gleichen Geldbetraege erhalten.

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